Kenia digitalisiert einen zentralen Teil seines Bildungssystems. Die nationale Prüfungsbehörde KNEC setzt dafür auf die Avalanche-Blockchain. Avalanche gab die neue Partnerschaft vor wenigen Minuten auf X bekannt.

15 Millionen Datensätze reichen bis 1989 zurück

Die erste Phase umfasst mehr als 15 Millionen Prüfungs- und Zertifikatsdatensätze. Die historischen Einträge reichen bis 1989 zurück. Zusätzlich sind die KCSE-Zertifikate des Jahrgangs 2025 für fast eine Million Schülerinnen und Schüler ausschließlich über die neue E-Zertifikatsplattform verfügbar.

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KNEC, der Kenya National Examinations Council, verwaltet zentrale Schul- und Berufsabschlüsse des Landes. Das neue System soll sowohl ältere Bestände als auch kommende Abschlussjahrgänge erfassen. Geplant sind langfristig rund 35 Millionen überprüfbare Datensätze, ergänzt um mehrere Millionen neue Zertifikate pro Jahr.

Abgedeckt werden unter anderem Abschlüsse der achten und zwölften Klassen, fortgeschrittene Diplomprogramme sowie staatliche Zertifizierungen für Lehrkräfte. Die Nachweise werden auf der Avalanche C-Chain verankert. Nutzer können ihre Zertifikate über ein eigenes Portal abrufen, herunterladen und zur Prüfung vorlegen.

KNEC bleibt dabei die ausstellende Institution. Die Blockchain schafft eine zusätzliche technische Prüfebene, über die sich feststellen lässt, ob ein vorgelegter Nachweis mit dem ursprünglich registrierten Datensatz übereinstimmt.

Verifikation soll von Monaten auf Sekunden schrumpfen

Bislang konnte die Prüfung eines einzelnen Bildungsnachweises nach Angaben der Projektpartner rund einen Monat dauern. Bei größeren Anfragen von Arbeitgebern oder Personalvermittlern zog sich der Prozess teils über sechs Monate. Gedruckte Zertifikate und klassische Datenbankabfragen blieben zudem von manuellen Abläufen abhängig.

Auch QR-Codes lösten das Problem nur teilweise. Sie erleichtern zwar den Zugriff auf digitale Prüfseiten, können aber auf nachgeahmte Webseiten führen oder weiterhin auf veränderbare zentrale Datenbanken verweisen. Das KNEC-Modell verbindet die Echtheitsprüfung deshalb mit einem kryptografisch abgesicherten Register.

KNEC-Chef David Njengere erklärte, Kandidaten müssten sich nicht mehr allein auf physische Zertifikate verlassen:

“Die Prüflinge müssen sich nicht mehr ausschließlich auf gedruckte Zeugnisse verlassen. Stattdessen können sie online sicher auf ihre KCSE-Zeugnisse zugreifen, diese herunterladen und überprüfen – eine schnellere, zuverlässigere und bequemere Möglichkeit, akademische Zeugnisse im digitalen Zeitalter zu verwalten.”

Sie können ab sofort ihre KCSE-Nachweise online verwalten und verifizieren. Angaben dazu, wie persönliche Daten geschützt, Zugriffsrechte geregelt oder fehlerhafte Einträge korrigiert werden, enthält die Ankündigung nicht.

Das KNEC-Projekt folgt einem technischen Ablauf, das Avalanche bereits in anderen staatlichen Registern erprobt. Im indischen Distrikt Dantewada im Bundesstaat Chhattisgarh wurden über dieselbe LegitDoc-Plattform mehr als 700.000 Grundbucheinträge digitalisiert. Die ältesten Dokumente stammen aus den 1950er-Jahren. Nach Angaben der Projektbeteiligten sank die Dauer einer Überprüfung dabei von mehreren Wochen auf weniger als einen Tag.

Auch US-Behörden setzen die technische Architektur für öffentliche Register ein. Die kalifornische Fahrzeugbehörde DMV hat rund 42 Millionen Fahrzeugtitel digital erfasst, unter anderem um Betrug mit eingetragenen Pfandrechten zu erschweren. In Bergen County im Bundesstaat New Jersey werden zudem 370.000 Eigentumsurkunden mit einem Gesamtwert von etwa 240 Milliarden Dollar tokenisiert.

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Mit den kenianischen Bildungsnachweisen kommt nun ein weiterer Anwendungsbereich hinzu. Statt Grundstücken oder Fahrzeugtiteln geht es um Prüfungsdaten, die über Jahre hinweg abrufbar und unabhängig überprüfbar bleiben sollen.

Der Kurs von AVAX verzeichnet in den letzten 24 Stunden ein Minus von 2,40 % in den letzten 24 Stunden auf 6,47 USD.

Mit einer Martkapitalisierung von 2,79 Milliarden USD belegt AVAX Rang 28 der größten Kryptowährungen der Welt.