Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages wird sich am 12. Oktober mit der Petition zum Erhalt der einjährigen Haltefrist für private Kryptoverkäufe befassen. Die von der ProHaltefrist-Initiative unterstützte Petition hatte innerhalb kürzester Zeit das notwendige Quorum erreicht und bringt das Anliegen damit in die öffentliche Ausschussberatung.

Krypto-Haltefrist kommt vor den Petitionsausschuss

Jens Leinert, Vorstandsmitglied des Bitcoin Bundesverbands, kündigte den Termin auf X an und schrieb:

„Unsere von der ProHaltefrist-Initiative unterstützte Petition 201716 zum Erhalt der steuerlichen Haltefrist für private Veräußerungsgeschäfte mit Kryptowerten hat das erforderliche Quorum erreicht. Am Montag, den 12. Oktober 2026, wird sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages im Rahmen einer öffentlichen Sitzung mit der Petition befassen.“

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Die Sitzungsankündigung des Bundestages bestätigt den Termin und konkretisiert den Ablauf. Die Beratung zur Krypto-Haltefrist beginnt um 12 Uhr im Sitzungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses in Berlin. Der angekündigte Zeitraum von 12 bis 14 Uhr umfasst die gesamte Sitzung.

Für die Unterstützer der Haltefrist bietet die Sitzung Gelegenheit, ihr Anliegen unmittelbar gegenüber den Abgeordneten zu begründen. Nach Angaben des Bundestages können die Petenten ihre Forderungen zunächst kurz vorstellen und anschließend auf Nachfragen der Ausschussmitglieder erläutern. Auch Vertreter der Bundesregierung stehen für Fragen der Abgeordneten zur Verfügung.

Interessierte können die Beratung als Zuhörer in Berlin verfolgen. Die Anmeldung muss spätestens am Freitag, dem 9. Oktober 2026, um 12 Uhr per E-Mail an vorzimmer.peta@bundestag.de beim Sekretariat des Petitionsausschusses eingehen. Leinert erläutert:

„Benötigt werden Vorname, Nachname und Geburtsdatum. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist und bei Überbelegung der Zeitpunkt des Eingangs der Anmeldung berücksichtigt wird, empfiehlt sich eine möglichst frühzeitige Anmeldung.“

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Zum Einlass ist laut Bundestag ein gültiger Personalausweis erforderlich. Wer nicht nach Berlin reist, kann die Sitzung auf bundestag.de und im Parlamentsfernsehen live verfolgen. Die Aufzeichnung soll anschließend dauerhaft online abrufbar bleiben.

Leinert verbindet die Ankündigung mit dem Wunsch, dass die deutsche Bitcoin-Community vor Ort sein wird:

„Es wäre natürlich großartig, wenn der Bitcoin Bundesverband und die deutsche Bitcoin-Community auch vor Ort sichtbar vertreten wären.“

Die Anhörung fällt in eine entscheidende Phase: Bis zum 6. Oktober können Verbände zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Abschaffung der Haltefrist Stellung nehmen. Für den 14. Oktober ist die Befassung des Bundeskabinetts vorgesehen, also nur zwei Tage nach der öffentlichen Beratung der Haltefrist-Petition.

Ob das Kabinett dem Entwurf an diesem Tag zustimmt, bleibt abzuwarten. Zuletzt haben sich mehrere CDU-Bundestagsabgeordnete wie Armin Laschet gegen die Reform ausgesprochen. Laut einem Bericht lehnen die Finanzpolitiker der CDU/CSU neue Steuern generell ab, ausdrücklich auch auf Bitcoin.

Zudem wäre eine Zustimmung noch kein abschließender Gesetzesbeschluss. Der Bundesrat müsste ebenfalls zustimmen.