Ripple hat ein strategisches Investment in den britischen Fondsinfrastrukturanbieter ZILO und die regulierte Tokenisierungsplattform Licuido getätigt. Die Beteiligungen sollen Ripples institutionelles Angebot erweitern. Finanzielle Details nannte Ripple nicht.
Ripple baut Infrastruktur für tokenisierte Fonds aus
ZILO entwickelt Transferstellen- und Fondsadministrationstechnologie für Asset- und Wealth-Manager. Licuido verbindet die Ausgabe und Distribution tokenisierter Vermögenswerte mit einer von der britischen Financial Conduct Authority (FCA) regulierten Handelsplattform.
Ripple arbeitet bereits mit beiden Unternehmen zusammen. Mit den Beteiligungen will Ripple eine Infrastruktur schaffen, die traditionelle Fonds von der Emission bis zur Nutzung als tokenisierte Kreditsicherheiten abbildet.
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Ripples Modell kombiniert Emission, Verwahrung, multinationale Investitionsprozesse und die Nutzung tokenisierter Vermögenswerte als Sicherheiten. Die Transaktionen sollen atomar auf dem XRP Ledger abgewickelt werden, während Ripples Stablecoin RLUSD als Zahlungsmittel verwendet wird.
Tokenisierte Fondsanteile könnten laut Pressemitteilung dadurch unmittelbar nach ihrer Ausgabe als Sicherheiten für Kredite, Wertpapierleihen oder Margin-Anforderungen eingesetzt werden. Ripple-SVP Nigel Khakoo erklärte:
„Die Tokenisierung von Vermögenswerten ist nur der Ausgangspunkt. Der eigentliche Wert liegt im Handel, in der sofortigen Abwicklung und in ihrer Nutzung als Sicherheit.“
Zudem soll ZILO Asset-Managern, Verwahrstellen und Transferstellen eine digitale Buchführung für tokenisierte Anteilsklassen bereitstellen. Diese Funktion ist von zentraler Wichtigkeit, weil institutionelle Kredit- und Sicherheitenmärkte auch onchain eindeutig dokumentieren müssen, wem Fondsanteile gehören und ob diese übertragen oder belastet werden dürfen. Gründer und CEO Phil Goffin erklärte:
„Wenn Fondsstrukturen onchain gehen, benötigen Transferstellen und Asset-Manager eine Infrastruktur ohne zusätzliche operative Risiken. Ripples Investment soll diese Arbeit beschleunigen.“
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Licuido übernimmt die Emission, Distribution und Ausführung tokenisierter Vermögenswerte. Fondsanteile und andere traditionelle Finanzinstrumente sollen dadurch über Onchain-Abwicklung als digitale Sicherheiten zwischen Marktteilnehmern bewegt werden können. CEO und Mitgründer Brian Lynch erklärte:
„Tokenisierung allein löst nur einen Teil der Liquiditätsfrage. Ripples Unterstützung hilft uns, diese Infrastruktur und unseren XRPL-basierten Sicherheitenmarktplatz zu skalieren.“
Aviva-Projekt bildet den strategischen Hintergrund
Die Investitionen knüpfen an Ripples Zusammenarbeit mit Aviva Investors an. Dabei sollen traditionelle Fondsstrukturen auf dem XRPL tokenisiert werden. Ripple entwickelt den Tokenstandard, während ZILO und Licuido Funktionen für regulierte Emission, Distribution, Verwahrung und weitere Nutzungsmöglichkeiten bereitstellen.
Ein direkter XRP-Effekt bleibt offen. Ripple nennt weder eine verpflichtende Verwendung von XRP noch einen direkten Mechanismus, der aus den Beteiligungen zusätzliche XRP-Nachfrage erzeugt. Lediglich das XRP Ledger dient als Abwicklungsnetzwerk, während RLUSD als Zahlungsmittel dient.
Zum Redaktionszeitpunkt handelt XRP bei 1,07 US-Dollar. Über die letzten 24 Stunden befindet sich XRP mit etwa 1,3 Prozent im Minus.
Mit einer Marktkapitalisierung von 66,80 Milliarden USD belegt XRP Rang 6 der größten Kryptowährungen der Welt.













