- Bitpanda startet am 29. Januar in seiner regulierten App den Handel mit Aktien und ETFs und erweitert damit das Angebot deutlich über Krypto und Edelmetalle hinaus.
- Zum Launch sollen rund 8.000 Aktien und 2.500 ETFs verfügbar sein, inklusive Bruchstückhandel, was Bitpanda stärker in Richtung Multi-Asset-Broker schiebt.
Bitpanda will nicht mehr nur Krypto-Börse sein, sondern ein Investment-Frontend. Das österreichisch geprägte Unternehmen kündigte an, am 29. Januar den Handel mit Aktien und ETFs in seiner regulierten App zu starten. Zum Auftakt sollen Nutzer Zugriff auf rund 8.000 Aktien und 2.500 ETFs erhalten, inklusive der Möglichkeit, sowohl ganze als auch Bruchstücke zu handeln.
8.000 Aktien, 2.500 ETFs, Fractionals als Retail-Hebel
Die Produktlogik ist klar: Breite Auswahl plus niedrige Einstiegshürde. Fractional Shares sind dabei der entscheidende Baustein, weil sie hochpreisige Titel in kleine Tickets zerlegen und damit das klassische „zu teuer fürs Depot“-Problem lösen. Wer in Krypto gewohnt ist, in Zehnteln und Hundertsteln zu handeln, erwartet diese Flexibilität inzwischen auch bei Aktien.
Für Bitpanda ist das zudem ein Schritt in Richtung wiederkehrender Nutzung. Krypto ist oft zyklisch, Volumen kommt in Wellen. Aktien- und ETF-Sparen ist dagegen ein Alltagsthema. Ein Multi-Asset-Angebot kann die App als „Home Screen“ für Investments etablieren, nicht nur als Trading-Ort für risikoreiche Phasen.
Vom Krypto- und Metallangebot zum Broker-Modell
Bitpanda war lange vor allem als Krypto-Plattform bekannt und hat später Metalle als weiteres Asset eingeführt. Der nächste logische Schritt ist der Ausbau in Richtung klassischer Wertpapiere. Damit betritt Bitpanda allerdings auch einen Markt, in dem Gebühren, Ausführung und regulatorische Prozesse härter verglichen werden. Nutzer erwarten hier nicht nur eine schöne Oberfläche, sondern stabile Handelszeiten, transparente Kosten, steuerliche Dokumentation und eine saubere Verwahrstruktur.
Dass Bitpanda den Launch ausdrücklich als „regulated app“-Angebot positioniert, ist in Europa ein wichtiges Signal. Es geht weniger um das Listing einzelner Titel als um die Frage, ob das Angebot in den bestehenden Aufsichtsrahmen passt und sich sauber skalieren lässt.
Der 29. Januar wird damit zu einem Test, wie viele Bitpanda-Kunden tatsächlich Multi-Asset wollen, und wie schnell Bitpanda als Krypto-Marke Vertrauen im klassischen Wertpapierhandel aufbaut. In Europa verschwimmt die Grenze zwischen Krypto-App und Broker-App ohnehin. Bitpanda macht sie jetzt offiziell.






