• Die CFTC gewährt No-Action Relief für vollständig besicherte Event Contracts.
  • DCMs, DCOs und Marktteilnehmer werden von bestimmten Swap-Berichts- und Aufzeichnungspflichten entlastet.

Die US-Derivateaufsicht CFTC schafft Erleichterungen für den Markt für Event Contracts. Die Behörde teilte mit, dass sie für vollständig besicherte Event Contracts eine No-Action-Position einnimmt.

Event Contracts erhalten regulatorische Entlastung

Die Entscheidung betrifft Designated Contract Markets, Derivatives Clearing Organizations und Marktteilnehmer, die mit solchen Kontrakten arbeiten. Sie werden unter bestimmten Bedingungen von ausgewählten Pflichten zur Swap-Datenmeldung und Aufbewahrung von Unterlagen ausgenommen.

Das klingt technisch, ist aber für die Praxis relevant. Event Contracts sind Verträge, deren Auszahlung vom Eintritt eines bestimmten Ereignisses abhängt. Solche Produkte können sich auf politische, wirtschaftliche, wetterbezogene oder andere klar definierte Ereignisse beziehen.

In den vergangenen Jahren sind sie stärker in den Fokus gerückt, weil Prognosemärkte und ereignisbasierte Handelsprodukte zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Die CFTC spricht nicht von einer vollständigen Deregulierung. Eine No-Action-Position bedeutet vielmehr, dass die Behörde unter den genannten Voraussetzungen keine Durchsetzungsmaßnahmen wegen bestimmter Regelverstöße ergreifen will. Für Plattformen und Teilnehmer kann das trotzdem wichtig sein, weil es rechtliche Unsicherheit reduziert und operative Abläufe vereinfacht.

Behörde führt schlankeres Verfahren für künftige Anträge ein

Zusätzlich kündigte die CFTC ein vereinfachtes Verfahren für künftige Antragsteller im Zusammenhang mit Event Contracts an. Das soll den Prozess berechenbarer machen, wenn weitere Plattformen oder Clearingstellen ähnliche Produkte anbieten wollen.

Für den Markt ist das ein Signal, dass die Aufsicht Event Contracts nicht grundsätzlich blockieren will, aber stärker in geordneten Bahnen sehen möchte. Besonders bei vollständig besicherten Produkten ist das Risiko anders gelagert als bei unbesicherten oder stark gehebelten Strukturen. Wenn die Mittel bereits hinterlegt sind, sinken bestimmte Gegenparteirisiken.

Gleichzeitig bleibt das Segment politisch sensibel. Event Contracts bewegen sich oft an der Schnittstelle von Finanzprodukt, Prognosemarkt und öffentlichem Interesse. Genau deshalb dürfte die CFTC weiter darauf achten, welche Ereignisse handelbar gemacht werden, wie Produkte überwacht werden und ob Marktteilnehmer ausreichend geschützt sind.