- Coinbase akzeptiert in seinem Onchain-Loan-Produkt über Morpho nun auch XRP, Dogecoin, Cardano und Litecoin als Sicherheiten.
- Berechtigte US-Kunden außerhalb von New York können damit bis zu 100.000 USDC aufnehmen, ohne ihre Coins verkaufen zu müssen.
Coinbase baut sein Onchain-Kreditangebot weiter aus und setzt dabei erneut auf DeFi-Mechanik unter eigener Oberfläche. Ab sofort können berechtigte US-Kunden, New York ausgenommen, USDC-Kredite aufnehmen, indem sie neben Bitcoin und Ether auch XRP, Dogecoin, Cardano oder Litecoin als Kollateral hinterlegen.
Vier neue Sicherheiten, klare Limits für USDC-Kredite
Die Erweiterung ist für Coinbase vor allem ein Reichweiten-Thema. Wer beispielsweise ADA oder DOGE hält, musste bislang entweder verkaufen oder in andere Protokolle ausweichen, wenn Liquidität gebraucht wurde. Jetzt geht das direkt im Coinbase-Flow, technisch aber über Morpho. Das Kreditlimit für die neu hinzugefügten Assets liegt bei bis zu 100.000 USDC pro Kreditnehmer, so die Angaben zum Produkt.
Der Produktverantwortliche Jacob Frantz formuliert das erwartbar offensiv: Nutzer sollen ihre Bestände „arbeiten lassen“ können, ohne einen steuerlich und taktisch oft unattraktiven Verkauf auszulösen. Gleichzeitig ist das auch ein Fingerzeig, wohin Coinbase damit will: mehr Kollateral-Arten, perspektivisch auch tokenisierte Assets jenseits klassischer Krypto-Coins.
Morpho auf Base im Hintergrund, Coinbase kassiert eine Einmalgebühr
Die Kredite laufen über das Morpho-Lending-Protokoll auf Base, Coinbases Layer-2-Netzwerk. Coinbase stellt dabei die Benutzeroberfläche und die Kundenschnittstelle, während die Ausleihe selbst über DeFi-Schienen abgewickelt wird.
Schon bisher waren höhere Obergrenzen möglich, wenn auch nur für die großen Assets: Bis zu 5 Millionen USDC gegen Bitcoin und bis zu 1 Million USDC gegen Ether. Nach Unternehmensangaben wurden bislang Kredite im Umfang von mehr als 1,9 Milliarden Dollar über das Produkt originiert.
Preislich bleibt Coinbase bei einem simplen Modell: Pro Aufnahme fällt eine einmalige Gebühr an, auch wenn ein bestehender Kredit aufgestockt wird. Sie wird dem Kreditbetrag zugeschlagen und landet damit direkt im Principal.







