- Coinbase Institutional und Glassnode sehen Bitcoin nach dem Drawdown in Q4 2025 in einer stabileren Phase, weil überschüssiger Hebel aus dem System gedrückt wurde.
- Institutionelle Akteure setzen laut Bericht stärker auf Options-Hedges statt auf hoch gehebelte Futures, während Long-Term Holder onchain eher umschichten als in Panik verkaufen.
Bitcoin wirkt nach dem harten Q4 2025 weniger nervös. Coinbase Institutional und Glassnode argumentieren, der Drawdown habe überschüssigen Hebel aus dem System gespült und damit die Sensitivität für Kaskaden-Liquidationen gesenkt.
Das ist keine romantische „Market-matures“-Story, eher eine mechanische. Weniger Leverage bedeutet weniger Zwangsverkäufe, und weniger Zwangsverkäufe bedeuten, dass Makro-Schocks nicht automatisch in den nächsten Dominoeffekt übersetzt werden.
Q4 als Leverage-Waschgang, weniger Kaskaden im Derivate-Stack
Im Derivatemarkt ist die Struktur oft wichtiger als die Richtung. Wenn zu viele Positionen auf derselben Seite stehen und zu viel davon gehebelt ist, reicht ein kleiner Impuls, um Liquidationen auszulösen, die den Preis weiter drücken und noch mehr Liquidationen triggern.
Coinbase Institutional und Glassnode sehen genau diesen Hebelabbau als Kern der neuen „Resilienz“. Der Markt sei nach dem Drawdown weniger anfällig für solche Kettenreaktionen.
Dazu passt die Beobachtung, dass Institutionen ihre Absicherung umstellen. Statt in Futures mit hohem Hebel zu handeln, greifen sie laut Bericht häufiger zu Optionsstrategien. Optionen geben ein klareres Risikoprofil. Man kann Downside begrenzen, ohne sofort in Margin-Spiralen zu geraten. Das ist nicht spektakulär, aber es ist professioneller.
Onchain: Long-Term Holder verteilen, aber ohne Kapitulation
Auf der Onchain-Seite wird ebenfalls ein anderes Verhalten beschrieben. Long-Term Holder sollen nicht in Panik verkaufen, sondern eher redistributieren. Das heißt meist: Coins wandern von alten Wallets zu neuen Haltern, ohne dass es wie eine Kapitulation wirkt. In früheren Zyklen waren solche Phasen oft die Übergangszone zwischen einem reinen Bullenmarkt und einer konsolidierenden, reiferen Marktstruktur.
Wichtig ist, was daraus nicht folgt. Ein robusterer Markt ist nicht automatisch ein steigender Markt. Er ist nur ein Markt, der einen Schlag eher aushält. Aber genau das kann relevant sein, wenn Makro-Risiken hoch bleiben und politische Schlagzeilen wieder häufiger werden.
Coinbase und Glassnode zeichnen damit ein Bild, in dem Bitcoin weniger von kurzfristigen Hebelspielen und mehr von Risikomanagement geprägt wird. Wenn sich das durchsetzt, werden Rallys wahrscheinlich langsamer. Aber sie könnten auch weniger fragil sein.






