• Coinbase hat DeepBook (DEEP) und Walrus (WAL) in seine Asset-Listing-Roadmap aufgenommen.
  • Ein Handelsstart ist damit nicht automatisch verbunden und soll erst nach Market-Making-Support und technischer Freigabe separat angekündigt werden.

Coinbase erweitert seine öffentliche Listing-Roadmap um zwei weitere Assets. DeepBook (DEEP) und Walrus (WAL) stehen ab sofort auf der Liste der Token, die die Börse für eine mögliche Unterstützung einplant. Für den Markt ist das ein bekanntes Signal. Es ist Aufmerksamkeit, aber noch kein „Live“-Schalter.

Denn Coinbase koppelt den nächsten Schritt an Bedingungen, die in der Praxis oft über Timing und Qualität eines Starts entscheiden. Der Handel soll erst beginnen, wenn ausreichend Market-Making-Unterstützung verfügbar ist und die technische Infrastruktur als bereit gilt. Ein konkretes Startdatum gibt es deshalb noch nicht. Das will Coinbase später separat bekannt geben.

Roadmap heißt Sichtbarkeit, nicht Verfügbarkeit

Die Roadmap ist im Kern ein Transparenzinstrument. Coinbase zeigt damit, welche Assets überhaupt im internen Prozess angekommen sind. Was viele Trader gern übersehen: Transfers und Trading sind damit nicht automatisch freigeschaltet. Gerade in den ersten Stunden nach solchen Updates wird trotzdem spekuliert, als sei das Listing schon durch. Das muss nicht falsch enden, ist aber oft zu früh.

Für Projekte wie DEEP und WAL ist die Aufnahme dennoch relevant, weil sie das universelle Problem von Token-Märkten berührt. Liquidität ist nicht nur eine Frage von „Interesse“, sondern auch von Struktur. Ohne Market Maker wird aus einem Listing schnell ein dünnes Orderbuch mit Spreadausreißern.

Market Maker und Technik als echte Hürden

Coinbase verweist explizit auf zwei Bremsklötze. Erstens Market Making, also verlässliche Quotes, die den Handel überhaupt vernünftig tragen. Zweitens technische Infrastruktur, sprich Integration, Monitoring, Custody- und Risiko-Checks, die im Hintergrund laufen, aber am Ende den Ausschlag geben.

Ob DEEP und WAL zeitnah folgen oder länger auf der Roadmap bleiben, hängt damit weniger an Social Buzz als an den nüchternen Voraussetzungen, die eine große Börse für einen Start sehen will.