- Coinbase-CEO Brian Armstrong sagt, Retail-Kunden auf der Plattform kaufen den Dip und erhöhen ihre BTC- und ETH-Bestände in nativen Einheiten.
- Laut Coinbase-Daten hatten die meisten Kunden im Februar Bestände, die mindestens so hoch waren wie im Dezember, was auf Halteverhalten hindeutet.
Coinbase versucht, in einer nervösen Marktphase ein anderes Bild vom Privatkundengeschäft zu zeichnen. Brian Armstrong, CEO der US-Kryptobörse, erklärte auf X, dass Retail-Nutzer auf der Plattform zuletzt bemerkenswert stabil geblieben seien.
Coinbase-Daten deuten auf Zukäufe statt Kapitulation
Armstrong verweist auf Coinbase-interne Daten, nach denen Privatanleger unter den aktuellen Marktbedingungen eher zugekauft als verkauft hätten. Entscheidend ist dabei die Formulierung in nativen Einheiten.
Gemeint ist, dass die Bestände in BTC und ETH nicht nur wertmäßig schwanken, sondern in der Anzahl der gehaltenen Coins gestiegen sein sollen. Das ist ein Signal, das sich von typischen Stressphasen unterscheidet, in denen Retail häufig zuerst Liquidität sucht.
In der Praxis kann so ein Muster mehrere Ursachen haben. Ein Teil der Käufe kann aus Sparplänen, automatisierten Orders oder Rebalancing stammen, ein anderer Teil aus klassischen Dip-Käufen, die Anleger in starken Rücksetzern gern als Chance sehen. Armstrong setzt den Akzent klar auf die zweite Lesart, ohne in Kursziele oder Timing-Versprechen zu rutschen.
Haltequoten seit Dezember als Stimmungsbarometer
Ein zweiter Punkt in Armstrongs Aussage zielt auf die Haltedauer. Er schreibt, die große Mehrheit der Kunden habe im Februar native Einheiten-Bestände, die gleich hoch oder höher seien als im Dezember. Das liest sich wie ein Versuch, kurzfristige Panikverkäufe als Randphänomen darzustellen.
Für Coinbase ist diese Erzählung nicht nur PR. Wenn Retail-Bestände stabil bleiben, stützt das tendenziell Handelsaktivität und Verwahrvolumen, während ein echter Abverkauf meist beides drückt. Armstrong liefert damit vor allem eine Botschaft an den Markt, die simpel ist, aber nicht unwichtig. Retail ist noch da, und offenbar nicht nur als Verkäufer.







