- Coinbase bietet in Europa erstmals regulierten Futures-Handel für Advanced-Nutzer in 26 Ländern an, darunter Deutschland, Frankreich und die Niederlande.
- Zum Start gehören BTC-, SOL- und Aktienindex-Futures dazu, teils mit bis zu fünf Jahren Laufzeit und bis zu 10x Hebel auf ausgewählten Produkten.
Coinbase erweitert sein Derivategeschäft in Europa und bringt regulierte Futures auf die Plattform. Der Zugang läuft über Coinbase Advanced und ist in 26 Ländern freigeschaltet, darunter Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Der Schritt ist nicht nur ein weiteres Produktfeature, sondern ein Signal, dass US-Börsen den europäischen Regulierungsrahmen inzwischen als Wachstumsfläche nutzen.
BTC, SOL und Index-Futures, mit Laufzeiten, die wie Perps wirken
Zum Auftakt listet Coinbase Futures auf Bitcoin und Solana, ergänzt um Aktienindex-Futures. Auffällig ist die Konstruktion eines Teils der Kontrakte: Statt klassischer kurzer Laufzeiten gibt es Produkte, die über fünf Jahre laufen.
Das fühlt sich im Trading fast wie ein Perpetual an, nur eben in einer Form, die regulatorisch und abrechnungstechnisch besser in einen traditionellen Futures-Rahmen passt.
Die Hebel reichen je nach Produkt, laut den verfügbaren Angaben, bis zu 10x. Das ist moderat verglichen mit Offshore-Perps, aber in einem regulierten Umfeld genug, um echtes Risiko zu bewegen. Für viele Nutzer dürfte das die eigentliche Pointe sein: Derivate, ohne den Umweg über nicht-europäische Plattformen und ohne die übliche Grauzone.
Wettbewerb um Derivate verlagert sich nach Europa
Der Launch reiht sich in einen klaren Trend ein. Kryptobörsen kämpfen nicht mehr nur um Spot-Liquidität, sondern um Derivate-Orderflow. Futures sind für Plattformen attraktiver, weil sie mehr Handelsaktivität bündeln, häufiger gehandelt werden und oft stabilere Einnahmen liefern.
Für Europa ist die Frage dabei weniger, ob Derivate kommen, sondern in welcher Form. Coinbase setzt auf ein reguliertes Angebot, das sich an Nutzer richtet, die bereits fortgeschrittener handeln. Und es zeigt nebenbei, dass die Trennung zwischen „Krypto“ und „TradFi“-Underlyings weiter erodiert.
Wenn Index-Futures neben BTC-Kontrakten im selben Interface liegen, ist das kein großer Kulturbruch mehr. Es ist einfach der nächste Schritt in einer App, die die Märkte zusammenzieht.







