• Wallets mit 100 bis 1.000 BTC haben laut CryptoQuant in den vergangenen zwölf Monaten rund 577.000 Bitcoin hinzugefügt, ein Signal für anhaltende Akkumulation.
  • Der Datensatz schließt Miner und Börsen aus und soll dadurch näher an „institutioneller“ Nachfrage liegen, inklusive ETF-Strukturen, die in dieser Größenordnung auftreten.

Bitcoin bekommt gerade einen eher leisen, aber stabilen Rückenwind: Akkumulation in der mittleren „Whale“-Klasse.

CryptoQuant-Gründer Ki Young Ju sagte am Dienstag, die institutionelle Nachfrage bleibe stark. Als groben Proxy nennt er Wallets mit Beständen zwischen 100 und 1.000 BTC, wenn man Miner und Exchanges herausrechnet. In dieser Kohorte seien in den vergangenen zwölf Monaten rund 577.000 BTC hinzugekommen, und der Zufluss halte an.

100 bis 1.000 BTC als Proxy, warum diese Gruppe interessant ist

Die Logik hinter dieser Kohorte ist pragmatisch. Unter 100 BTC ist vieles Retail oder kleinere Trading-Setups, über 1.000 BTC wird es schnell sehr konzentriert und idiosynkratisch.

Dazwischen liegt eine Größenordnung, in der oft Treasuries, Family Offices, größere Trading-Firmen und auch ETF-nahe Strukturen sichtbar werden können, ohne dass jede Bewegung gleich ein einzelner „Satoshi-Wal“ sein muss.

Wichtig ist auch die Einschränkung: Miner und Börsen sind ausgeschlossen. Das soll verhindern, dass operative Wallets die Interpretation verwässern. Es bleibt trotzdem ein Proxy, keine direkte Identifikation.

Ein ETF-Custody kann sich in mehreren Adressen abbilden, ebenso institutionelle Verwahrer. Aber als Trendindikator taugt die Kohorte, wenn sie über längere Zeit in eine Richtung läuft.

Zuflüsse trotz Schwankungen, was der Markt daraus ableitet

Dass 577.000 BTC in einem Jahr in diese Gruppe fließen, ist kein Tagestrade. Solche Bewegungen sprechen eher für schrittweisen Positionsaufbau. Für den Markt bedeutet das: selbst wenn der Preis kurzfristig nervös ist, scheint im Hintergrund weiterhin Kapital zu akkumulieren, das nicht auf den nächsten 5-Prozent-Move angewiesen ist.

Ob daraus sofort ein Preisschub folgt, ist offen. Akkumulation kann auch bedeuten, dass Käufer geduldig in Schwächephasen einsammeln, ohne den Markt nach oben zu „jagen“. Aber es verschiebt die Angebotslage. Coins, die in solche Wallets wandern, landen typischerweise nicht am selben Tag wieder im Orderbuch.