• Am 14. Januar lagen nur drei Ethereum-L2s bei täglichen Gebühreneinnahmen über 5.000 US-Dollar, Base, Arbitrum und Starknet.
  • Base vereinnahmte dabei knapp 70 Prozent der gesamten L2-Fee-Revenue, während alle übrigen L2s zusammen nur etwas über 15.000 US-Dollar erreichten.

Ethereum skaliert über Layer 2, aber die Erlösseite konzentriert sich weiter auf wenige Namen. Am 14. Januar lagen laut CryptoRank nur drei L2-Ketten bei täglichen Gebühreneinnahmen über 5.000 US-Dollar. Base setzte sich deutlich ab, Arbitrum blieb zweiter Anker, Starknet war das dritte Projekt mit nennenswertem Tagesumsatz. Der Rest spielte in der Gebührendynamik nur eine Nebenrolle.

Base zieht Gebühren an, Arbitrum bleibt die klare Nummer zwei

Base kam am 14. Januar auf rund 147.000 US-Dollar an täglichen Gebühren. Arbitrum lag bei etwa 39.000 US-Dollar. Starknet folgte mit ungefähr 9.000 US-Dollar. Damit waren es genau diese drei Netzwerke, die die Schwelle von 5.000 US-Dollar überschritten.

Bemerkenswert ist weniger, dass Base vorne liegt, sondern wie deutlich. Base vereinnahmte knapp 70 Prozent der gesamten Fee-Revenue aller Ethereum-L2s an diesem Tag. Das ist ein Marktanteil, der eher nach Plattform als nach Wettbewerb klingt.

Bei Arbitrum ist die Position stabiler, aber klar dahinter. Das Muster passt zu dem, was man auch im Nutzerverhalten oft sieht, Liquidität und Aktivität wandern dorthin, wo UX, Integrationen und Distribution am stärksten sind.

Der lange Schwanz bleibt dünn, nur wenig Umsatz außerhalb der Top 3

Alle übrigen L2s zusammen lagen laut den Daten nur knapp über 15.000 US-Dollar an Gebühren. Das ist kein Totalschaden, aber es zeigt, wie schwer es ist, aus „es gibt viele L2s“ ein breites, nachhaltiges Umsatzbild zu machen.

Für den Markt hat das zwei Lesarten. Erstens, Gebühren sind ein grober Proxy für Nutzung, aber nicht der einzige. Zweitens, wenn die Gebühren so stark konzentriert sind, konzentriert sich auch die wirtschaftliche Gravitation.

Für kleinere L2s wird damit die Frage drängender, wie sie sich differenzieren wollen, über spezielle Anwendungen, über Enterprise-Korridore oder über technologische Nischen. Nur auf „auch schnell und günstig“ zu setzen, reicht in diesem Bild nicht mehr.