- Ehemalige Zcash-Entwickler aus dem Zashi-Umfeld haben nach ihrem Abgang von der Electric Coin Company eine neue Firma namens CashZ gegründet.
- Das erste Produkt ist eine Wallet mit dem Namen „cashZ“, die technisch direkt auf dem bisherigen Zashi-Code aufbauen soll.
Im Zcash-Ökosystem geht es gerade weniger um Fees oder Roadmaps, sondern um Teams. Das Entwicklerteam hinter Zashi hat nach seinem Abgang von der Electric Coin Company (ECC) eine neue, kommerzielle Firma gegründet. Sie heißt CashZ. Und sie startet direkt mit einem Produkt, einer neuen Wallet, die schlicht „cashZ“ heißen soll.
CashZ entsteht aus dem Zashi-Team, Swihart bestätigt den Neustart
Bestätigt wurde der Schritt von Josh Swihart, dem früheren CEO der ECC. Er beschreibt die neue Firma als for-profit Startup, getragen von den Ingenieuren, die zuvor Zashi entwickelt haben.
Der Kontext ist wichtig: Der Wechsel kommt nicht aus einem ruhigen „Spin-out“, sondern aus einem Governance-Streit, der ECC und das weitere Umfeld zuletzt sichtbar belastet hat. In so einer Lage sind Neugründungen oft der schnellste Weg, Kontrolle über Produktentscheidungen und Release-Zyklen zurückzugewinnen.
CashZ positioniert sich damit als Team-Kontinuität außerhalb der bisherigen Struktur. Nicht als neues Protokoll, sondern als neue Firma, die an bestehenden Bausteinen weiterarbeitet.
Wallet „cashZ“ basiert auf Zashi-Code, Fokus liegt auf schneller Produktlieferung
Als erstes Produkt kündigt CashZ eine Wallet an, die direkt aus der Zashi-Codebase abgeleitet werden soll. Das ist ein klassischer Move, wenn man schnell liefern will: bekannte Architektur, bekannte Sicherheitsannahmen, und eine Nutzerbasis, die den Funktionsumfang bereits kennt.
Es ist zugleich eine technische Ansage. Wer aus einem Code-Repository ein neues Produkt ableitet, muss sauber kommunizieren, welche Änderungen vorgenommen wurden, wie Updates laufen, und wie die Verantwortlichkeiten verteilt sind.
Für Zcash selbst bedeutet das eine doppelte Dynamik. Einerseits bekommt das Ökosystem zusätzliche Produktentwicklung, was in einer Privacy-Chain nicht trivial ist, weil UX und Sicherheit oft gegeneinander ziehen. Andererseits verschiebt sich die Machtbalance. Wenn ein Kernteam außerhalb von ECC arbeitet, stellt sich zwangsläufig die Frage, wer künftig Standards setzt, was als „offiziell“ gilt, und wie Support und Governance nach außen wirken.
cashZ ist damit weniger ein Wallet-Launch als ein organisatorischer Schnitt, der jetzt in Software gegossen wird.






