- Hyperliquid-Gründer Jeff behauptet, die Plattform sei inzwischen das liquideste Venue für Krypto-Price-Discovery und verweist auf einen Liquidity-Vergleich bei BTC-Perpetuals mit Binance.
- Er sagt zudem, Hyperliquid sei durch die Arbeit des HIP-3-Teams auch bei Perpetuals auf TradFi-Assets zu einer der liquidesten Plattformen geworden.
Hyperliquid stellt sich zum Jahresstart selbstbewusst auf. Gründer Jeff hat seinen ersten Post 2026 genutzt, um einen Meilenstein zu reklamieren: Hyperliquid sei „quietly“ zum liquidesten Ort für Krypto-Preisfindung weltweit geworden.
Als Beleg teilte er einen Screenshot, der die Liquidität bei BTC-Perpetuals auf Binance und Hyperliquid gegenüberstellt.
BTC-Perps als Benchmark, Liquidity ist das eigentliche Produkt
Solche Claims sind im Derivategeschäft nicht nur Marketing, sondern ein Angriff auf den Kern. Price Discovery entsteht dort, wo die besten Spreads, die meiste Tiefe und die schnellste Ausführung zusammenkommen. Wer in Perps handelt, kauft keine Coins. Er kauft Liquidität. Und er verkauft sie wieder, sobald sie schlechter wird.
Jeffs Vergleich mit Binance ist deshalb gezielt gewählt. Binance gilt in vielen Märkten noch als Referenz für Perpetual-Liquidität. Wenn ein Onchain-Perps-Venue öffentlich behauptet, es überhole den Marktführer bei der BTC-Preisfindung, ist das ein Signal an Market Maker und große Trader. Kommt her, hier ist der Flow.
Ob das dauerhaft stimmt, hängt weniger an einem Screenshot als an der Stabilität unter Stress. Viele Plattformen wirken in ruhigen Phasen tief, bis Volatilität steigt und Orderbücher ausdünnen. Genau dort entscheidet sich, wer wirklich Price Discovery „owns“.
TradFi-Perpetuals als zweite Achse, HIP-3 treibt Expansion
Jeff argumentiert außerdem, Hyperliquid sei mittlerweile auch bei Perpetuals auf TradFi-Assets unter den liquidesten Plattformen. Treiber sei das HIP-3-Team. Das ist interessant, weil TradFi-Perps eine andere Nutzergruppe ansprechen.
Wer synthetische Aktien, Indizes oder andere klassische Underlyings als Perpetual handelt, erwartet engere Daten- und Risiko-Mechanik, und oft auch eine höhere Sensibilität für Marktzeiten, Corporate Actions und Referenzpreise.
Für Hyperliquid ist das strategisch sinnvoll. Krypto-Perps sind ein Kampf um Gebühren und Volumen. TradFi-Perps sind zusätzlich ein Kampf um Glaubwürdigkeit der Abbildung. Wenn Liquidität dort wirklich wächst, erweitert das die Plattform von „Krypto-Derivate“ Richtung Multi-Asset-Derivate.
Jeffs Post ist damit nicht nur ein Selbstlob. Er ist eine Einladung an Liquiditätsanbieter und Trader, die vielleicht noch skeptisch sind, ob Onchain-Perps auf Dauer mit zentralen Börsen konkurrieren können. Hyperliquid behauptet: nicht nur konkurrieren, sondern führen.






