- Hyperliquid hat Coinbase beim Notional-Handelsvolumen überholt und kommt laut Artemis auf 2,6 Billionen US-Dollar gegenüber 1,4 Billionen bei Coinbase.
- Seit Jahresbeginn läuft auch die Kursentwicklung auseinander, mit Hyperliquid im Plus und Coinbase deutlich im Minus.
Der Volumen-Thron wackelt, und diesmal nicht nur ein bisschen. Nach Daten des Analyseanbieters Artemis hat die Onchain-Tradingplattform Hyperliquid Coinbase beim Handelsvolumen überholt. Gemessen am Notional-Volumen kommt Coinbase demnach auf rund 1,4 Billionen US-Dollar, Hyperliquid auf 2,6 Billionen – also fast das Doppelte.
Warum das Signal größer ist als eine einzelne Kennzahl
Notional-Volumen ist nicht perfekt, aber es zeigt, wo Aktivität stattfindet. Bei zentralen Börsen wie Coinbase hängt das Volumen stark an Spot-Trading, Derivaten und dem institutionellen Flow, je nach Produktmix und Marktphase. Bei Hyperliquid kommt der Onchain-Aspekt dazu: Ausführung, Liquidität und Abrechnung passieren direkt auf der Infrastruktur des Protokolls.
Dass eine dezentrale Plattform in der Größenordnung an einem US-gelisteten Branchenprimus vorbeizieht, passt in einen Trend. Trader suchen Geschwindigkeit, tiefe Märkte und eine saubere Execution. Gleichzeitig lässt sich Onchain-Aktivität besser beobachten, was manchen institutionellen Akteuren entgegenkommt, anderen wiederum gar nicht.
Ein zweiter Punkt ist die Angebotsseite der Token-Ökonomie. Wenn Unlock-Druck sinkt oder Emissionen geringer ausfallen, kann das die Marktmechanik spürbar beeinflussen – vor allem, wenn das Handelsprodukt selbst genutzt wird und nicht nur „gehalten“ werden soll.
Kursentwicklung 2026: Hyperliquid gegen Coinbase
Auch bei der Performance seit Jahresbeginn zeigt Artemis eine klare Divergenz. Hyperliquid liegt demnach bei plus 31,7 Prozent, Coinbase bei minus 27,0 Prozent. Die Lücke beträgt kurzfristig rund 58,7 Prozentpunkte.
Das ist keine Kleinigkeit, weil Coinbase als Aktie zusätzlich makro- und aktienmarktsensitiv ist, während Hyperliquid stärker als Krypto-Nativ-Asset gehandelt wird. Der Vergleich ist also nicht eins zu eins, aber er ist trotzdem aussagekräftig: Risikoappetit und Aufmerksamkeit verschieben sich. Und zwar dorthin, wo Volumen, Nutzung und Produktstory gerade zusammenpassen.







