• Die Japan Blockchain Foundation will den Yen-Stablecoin EJPY auf Japan Open Chain und Ethereum ausgeben.
  • Der Stablecoin soll vor allem für B2B-Abwicklungen, digitale Zahlungen, Überweisungen und Web3-Dienste genutzt werden.

Japan bekommt einen neuen Yen-Stablecoin mit klarem Unternehmensfokus. Die Japan Blockchain Foundation kündigte an, EJPY auf Japan Open Chain und Ethereum ausgeben zu wollen.

EJPY soll reale Zahlungsströme auf die Chain bringen

EJPY ist als Yen-gebundener Stablecoin geplant und soll als sogenannter Trust-Type-Stablecoin strukturiert werden. Die Japan Blockchain Foundation würde dabei als Settlor auftreten. Gespräche mit möglichen Trustees laufen nach Angaben der Stiftung bereits.

Das klingt zunächst nach juristischer Architektur, ist aber zentral. Bei einem Yen-Stablecoin geht es nicht nur darum, einen Token an die japanische Währung zu koppeln. Entscheidend ist, wer die Reserven hält, wie Ansprüche rechtlich abgesichert sind und wie Unternehmen den Stablecoin in bestehende Zahlungsprozesse einbauen können.

Die Stiftung erwartet, dass EJPY echte Transaktionsnachfrage auf Japan Open Chain erzeugen kann. Genannt werden B2B-Abwicklungen, Settlements digitaler Assets, Überweisungen und Zahlungen innerhalb verschiedener Web3-Dienste.

Genau hier liegt der Unterschied zu vielen Krypto-Stablecoins, die stark auf Börsenhandel und DeFi-Liquidität ausgerichtet sind. EJPY soll stärker in Unternehmensprozesse hineinreichen.

Japan Open Chain setzt auf bekannte Unternehmensvalidatoren

Japan Open Chain ist eine Ethereum-kompatible öffentliche Layer-1-Blockchain, die von einem Konsortium japanischer Unternehmen betrieben wird. Hinter dem Netzwerk steht die Japan Blockchain Foundation. Aktuell arbeiten 14 Validatoren an der Infrastruktur, darunter Dentsu, NTT Communications und SBINFT.

Für Unternehmen kann diese Struktur attraktiv sein, weil sie öffentliche Blockchain-Kompatibilität mit bekannten lokalen Akteuren verbindet.

Japanische Firmen sind bei Zahlungs- und Abwicklungsprozessen oft vorsichtig, besonders wenn neue digitale Vermögenswerte beteiligt sind.

Ein Netzwerk mit Unternehmensvalidatoren kann hier Vertrauen schaffen, ohne vollständig auf private Systeme auszuweichen.

EJPY soll zunächst auf Japan Open Chain und Ethereum laufen. Eine spätere Multi-Chain-Unterstützung wird ebenfalls geprüft. Damit hält sich die Stiftung offen, den Stablecoin über mehrere Ökosysteme nutzbar zu machen.

Für Japan wäre das ein weiterer Schritt, Yen-basierte digitale Zahlungen stärker mit Blockchain-Infrastruktur zu verbinden.