Monero kommt bei der Vorbereitung seines Privacy-Upgrades FCMP++ weiter voran. Magic Grants berichtet via X nach zwei Jahren Arbeit und drei unabhängigen Prüfungen über einen maschinengeprüften Beweis für einen mathematischen Baustein des Updates. Parallel hat das Projekt eine neue Version seiner Beta-Testsoftware veröffentlicht.

Für XMR-Halter klingt das Thema extrem technisch, allerdings hat es eine hohe Relevanz für XMR-Hodler. Es geht um eine grundlegende Verbesserung: FCMP++ soll es erheblich schwieriger machen, die Herkunft einer Monero-Zahlung durch Blockchain-Analysen zu identifizieren.

Was das Monero-Update verändern soll

Monero verschleiert bereits heute, welche früher empfangenen Coins bei einer Zahlung tatsächlich ausgegeben werden. Dafür wird der echte Transaktionsausgang mit 15 weiteren möglichen Ausgängen zu einem sogenannten Ring zusammengefasst. Für Außenstehende entsteht so eine Gruppe aus 16 Kandidaten.

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FCMP++ soll diese begrenzte Auswahl durch die gesamte Menge geeigneter Transaktionsausgänge auf der Blockchain ersetzen. Vereinfacht gesagt: Statt eine Zahlung unter 16 möglichen Ursprüngen zu verstecken, soll sie sich in einer wesentlich größeren Menge verbergen.

Dabei muss das Netzwerk weiterhin zuverlässig erkennen, ob jemand seine Coins überhaupt ausgeben darf und ob dieselben Coins bereits ausgegeben wurden. Genau diese Aufgaben verbindet FCMP++. Die Abkürzung steht für „Full-Chain Membership Proofs + Spend Authorization + Linkability“.

Der entscheidende Punkt: Das Netzwerk soll mittels Kryptografie die Gültigkeit einer Zahlung bestätigen können, ohne offenzulegen, welcher konkrete frühere Transaktionsausgang dafür verwendet wurde.

Warum der neue mathematische Beweis wichtig ist

Die zusätzliche Privatsphäre erfordert aufwendige kryptografische Berechnungen. Damit das Verfahren praktisch nutzbar bleibt, setzt FCMP++ unter anderem auf eine von Liam Eagen entwickelte Technik mit sogenannten Divisoren auf elliptischen Kurven.

Die aktuelle Prüfung soll vor allem klären, ob die mathematischen Berechnungen zuverlässig funktionieren. Hier setzt die von Magic Grants hervorgehobene Arbeit an. Die Organisation schrieb auf X:

„Was macht man, wenn Experten uneinig sind? Drei unabhängige Prüfungen, zwei Jahre Arbeit und jetzt ein maschinengeprüfter Beweis.“

Wichtig zu unterscheiden ist jedoch: Ein Beweis für diesen Baustein bestätigt nicht automatisch, dass die gesamte Monero-Software fehlerfrei ist. Auch das Zusammenspiel der Komponenten und ihre Umsetzung im Code müssen überprüft werden. Moneros Forschungsprogramm sieht dafür getrennte Prüfungen vor.

Neue Beta-Version: Monero ruft zum Testen auf

Neben der mathematischen Absicherung läuft die praktische Erprobung. Der offizielle Monero-Account hat die Veröffentlichung der dritten Version des Testnets (v0.19.0.0-beta.3.0) vor zwei Tagen angekündigt.

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Auf X bittet das Projekt die Community, sich weiterhin an den Tests zu beteiligen und Probleme zu melden, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen.

Wie wichtig diese Tests sind, zeigen frühere Entwicklerberichte. Justin Berman beschrieb einen Fehler, der unter den speziell für Belastungstests veränderten Bedingungen zu einer Aufspaltung des Testnetzwerks geführt hatte. Die Ursache wurde identifiziert und mit der zweiten Beta-Version behoben.

In seiner Vorbereitung auf die dritte Beta-Version nannte Berman außerdem Verbesserungen bei der Weiterleitung von Transaktionen sowie der Zusammenarbeit zwischen online und offline betriebenen Wallets. Seltene Wallet-Fehler und ungewöhnlich häufige Sperren zwischen Netzwerkteilnehmern gehörten ebenfalls zu den bearbeiteten Problemen. Ob diese vollständig beseitigt sind, müssen die weiteren Tests zeigen.

Die Entwicklung läuft damit auf zwei Ebenen weiter: mathematische Prüfungen und Beta-Stressnet. Einen Termin für die Aktivierung im Monero-Hauptnetz gibt es aber noch nicht.