- OKX will laut einem Bericht rund 20 Prozent an der südkoreanischen Kryptobörse Coinone erwerben.
- Auch Korea Investment & Securities soll einen ähnlich großen Anteil an Coinone prüfen.
OKX nimmt offenbar den südkoreanischen Kryptomarkt stärker ins Visier. Die globale Kryptobörse plant laut einem Bericht den Erwerb eines Anteils von rund 20 Prozent an Coinone, einer der größeren Handelsplattformen des Landes.
Neue Aktien statt Verkauf bestehender Anteile
Nach dem Bericht wollen OKX und Korea Investment & Securities jeweils ungefähr 20 Prozent an Coinone kaufen.
Die Transaktion soll voraussichtlich über die Ausgabe neuer Aktien laufen, nicht über den Verkauf bestehender Anteilspakete. Das ist ein wichtiger Unterschied, weil frisches Kapital direkt in das Unternehmen fließen würde.
Eine solche Struktur dürfte Coinone finanziell stärken, ohne die bestehende Führung unmittelbar auszutauschen. Dem Bericht zufolge ist nicht zu erwarten, dass die Investition das Management der Börse verändert. Für Coinone kann das attraktiv sein: mehr Kapital, neue strategische Partner, aber keine abrupte Kontrolle von außen.
Für OKX wäre der Einstieg ein klarer Schritt in einen der anspruchsvollsten Kryptomärkte Asiens. Südkorea hat hohe Handelsaktivität, eine stark regulierte Börsenlandschaft und eine Nutzerbasis, die bei digitalen Assets oft schneller reagiert als viele westliche Märkte.
Gleichzeitig ist der Zugang für globale Plattformen nicht einfach. Lokale Lizenzen, Bankpartnerschaften und Compliance-Anforderungen spielen eine große Rolle.
Südkorea bleibt für globale Börsen schwer zugänglich
Sollte die Transaktion genehmigt werden, wäre OKX die zweite große internationale Börse mit einer bedeutenden Beteiligung an einer südkoreanischen Digital-Asset-Plattform. Binance hatte zuvor Gopax übernommen und damit bereits gezeigt, wie globale Anbieter versuchen, über lokale Beteiligungen in den Markt zu kommen.
Der mögliche OKX-Einstieg zeigt, dass Südkorea für internationale Kryptobörsen weiter strategisch wichtig bleibt. Direkter Markteintritt ist schwierig, Beteiligungen an bestehenden Plattformen können dagegen ein realistischerer Weg sein. Für Coinone wiederum könnte ein globaler Partner neue Liquidität, Produktwissen und technische Infrastruktur bringen.
Politisch und regulatorisch bleibt der Fall sensibel. Südkoreas Behörden achten seit Jahren genau darauf, wie Kryptobörsen arbeiten, wie Kundengelder geschützt werden und wie Geldwäscheprävention umgesetzt wird. Ein ausländischer Großaktionär wird daran nichts ändern. Er dürfte die Prüfung eher noch genauer machen.







