• Pi Network will am 18. Mai Protocol 23 aktivieren und damit native Smart Contracts sowie dApps auf die Plattform bringen.
  • Der Markt blickt auf PI, weil das Upgrade den praktischen Nutzen des Netzwerks deutlich erweitern soll.

Pi Network steht vor einem wichtigen technischen Schritt. Mit Protocol 23 soll das Netzwerk am 18. Mai von einer eher einfachen Mainnet-Struktur zu einer programmierbaren Layer-1-Plattform mit nativen Smart Contracts und dApps werden.

Protocol 23 bringt Pi näher an eine echte App-Plattform

Der Kern des Upgrades ist klar: Pi Network will Entwicklern mehr Möglichkeiten geben, Anwendungen direkt im eigenen Ökosystem zu bauen. Smart Contracts sind dafür entscheidend.

Ohne sie bleibt eine Blockchain vor allem ein Zahlungs- oder Transfernetzwerk. Mit ihnen entstehen DeFi-Anwendungen, Marktplätze, Identitätslösungen, Spiele, Token-Modelle und andere dApps.

Die Pi Core Team bestätigte, dass Protocol 23 auf der technischen Infrastruktur von Stellar Core v23.0.1 basiert. Das Upgrade baut zudem auf früheren Protokollversionen wie 19.1, 20.0, 21.0 und 22.1 auf. Es ist also kein isolierter Schritt, sondern Teil einer längeren technischen Umstellung.

Interessant ist auch die Integration von Pi App Studio. Die Funktion soll Entwicklern helfen, Anwendungen schneller in Pi-kompatible dezentrale Apps zu überführen. Genannt werden dabei Tools, mit denen Apps, die etwa mit Claude oder Codex erstellt wurden, für das Pi-Ökosystem angepasst werden können. Für ein Netzwerk mit großer Community, aber noch begrenztem produktiven App-Angebot, ist genau diese Entwicklerseite wichtig.

PI braucht nach dem Upgrade echte Nutzung

Für den PI-Preis liegt die unmittelbare Frage nahe: Reicht Protocol 23 für eine Rally? Kurzfristig kann ein solches Upgrade Aufmerksamkeit erzeugen. Trader reagieren oft auf technische Meilensteine, besonders wenn sie mit Smart Contracts, dApps und neuer Entwickleraktivität verbunden sind.

Der nachhaltigere Faktor ist aber Nutzung. Wenn nach dem Upgrade tatsächlich mehr Anwendungen starten, mehr Transaktionen entstehen und Entwickler im Netzwerk bleiben, bekommt PI eine stärkere fundamentale Erzählung. Bleibt es dagegen vor allem bei Ankündigungen, könnte der Markt schnell wieder nüchterner werden.

Die verschobene Node-Frist vom 15. auf den 19. Mai zeigt zudem, dass die technische Umstellung sorgfältig koordiniert werden muss. Für Pi Network beginnt mit Protocol 23 nicht das Ende der Entwicklung, sondern die schwierigere Phase: zeigen, dass aus einer großen Community auch ein funktionierendes App-Ökosystem werden kann.