- Eine Ripple-Umfrage unter rund 1.000 Finanzunternehmen zeigt, dass 72 Prozent der Führungskräfte digitale Assets inzwischen als wesentlich ansehen.
- Viele Institute diskutieren laut Bericht nicht mehr das Ob, sondern das Wie beim Aufbau von Infrastruktur für Stablecoins, Tokenisierung und Verwahrung.
Digitale Assets rutschen in der Finanzbranche tiefer in den operativen Kern. Genau das legt eine neue Umfrage von Ripple nahe.
Das Ob ist weitgehend geklärt, jetzt geht es um Infrastruktur
Laut dem Bericht halten 72 Prozent der befragten Finanzentscheider digitale Vermögenswerte inzwischen für essenziell. Befragt wurden rund 1.000 Unternehmen weltweit, darunter Banken, Vermögensverwalter, Fintechs und Konzerne. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Einführung digitaler Assets, zu Stablecoins, Tokenisierung und Verwahrung.
Auffällig ist dabei weniger die Zahl selbst als die Stoßrichtung. Viele Häuser scheinen die Grundsatzdebatte bereits hinter sich gelassen zu haben. Die Frage lautet nicht mehr in erster Linie, ob man sich mit digitalen Assets befassen sollte.
Sie lautet eher, welche Infrastruktur gebraucht wird und ob diese intern aufgebaut, extern eingekauft oder über Partnerschaften eingebunden werden soll.
Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied. Denn damit verschiebt sich die Diskussion von Strategiepapieren hin zu operativen Entscheidungen, also zu Technologie, Prozessen und Zuständigkeiten.
Stablecoins, Banken und Regulierung verändern die Prioritäten
Ripple führt diesen Wandel auf mehrere Faktoren zurück. Genannt werden regulatorische Entwicklungen, ein wachsendes Interesse großer Banken, die breitere Nutzung von Fintech-Diensten und die zunehmende Bedeutung von Stablecoins.
Gerade Letztere wirken in vielen Märkten inzwischen wie ein praktischer Einstiegspunkt, weil sie weniger von Narrativen leben als von konkreten Anwendungsfällen im Zahlungsverkehr und in der Abwicklung.
Für Banken und andere Finanzunternehmen entsteht daraus ein gewisser Handlungsdruck. Wer digitale Assets nicht mehr nur beobachtet, muss Fragen zur Verwahrung, zu Compliance-Strukturen und zu technischen Schnittstellen klären.
Hinzu kommt das Thema Tokenisierung, das in vielen Vorstandsetagen zwar schon länger kursiert, nun aber stärker mit realen Infrastrukturentscheidungen verknüpft wird.







