- Sei fordert Nutzer auf, USDC.n vor einem geplanten Upgrade im März in „native USDC“ zu tauschen, weil die Legacy-Version auslaufen soll.
- Der Schritt hängt mit SIP-3 zusammen, Seis Umstellung auf eine EVM-only-Architektur, bei der CosmWasm und Cosmos-native Assets zurückgedrängt werden.
Sei räumt auf, und diesmal betrifft es nicht irgendeinen Token, sondern den Stablecoin-Standard auf der Chain. Das Projekt hat Nutzer der Stablecoin-Variante USDC.n aufgefordert, vor einem geplanten Upgrade im März in „native USDC“ zu wechseln. Der Hintergrund ist eine technische und zugleich politische Entscheidung innerhalb des Netzwerks, künftig nur noch eine kanonische USDC-Version zu wollen.
USDC.n war Brücke, native USDC soll der Standard werden
USDC.n, oft als „USDC via Noble“ bezeichnet, ist eine ältere Version von USDC auf Sei. Sie entstand, weil USDC zunächst über Noble ausgegeben und anschließend per Bridge auf Sei gebracht wurde.
Noble selbst ist eine Cosmos-nahe Appchain, die als Emissions- und Distributionsschicht für Stablecoins im Cosmos/IBC-Ökosystem dient und mit mehreren Emittenten arbeitet.
Für Sei war USDC.n lange die funktionale Default-Variante, solange Circle USDC nicht direkt, also nativ, auf Sei bereitstellte.
Inzwischen hat sich das Kräfteverhältnis verschoben. Laut den aktuellen Beständen liegen auf Sei noch rund 1,4 Mio. USDC via Noble, deutlich weniger als vor einigen Monaten. Nutzer tauschen bereits in die kanonische Version um, wohl auch, weil Liquidität, Integrationen und UX rund um „native“ Assets meist schneller standardisieren.
SIP-3 macht Sei EVM-only, Cosmos-Kompatibilität wird abgebaut
Der eigentliche Druck kommt aus dem Upgrade selbst. Im März will Sei sein SIP-3-Update ausrollen und die Chain in Richtung EVM-only verschieben. Dabei sollen CosmWasm und Cosmos-native Assets schrittweise deaktiviert oder zumindest deprecatiert werden. Für Stablecoins ist das nicht nur ein technischer Hinweis, sondern eine Frage, welche Token-Implementierung künftig als „echt“ gilt und welche nur noch Altlast ist.
Für Nutzer ist der Rat banal, aber wichtig: Wer USDC.n hält, sollte frühzeitig prüfen, welche Version in Wallets und dApps angezeigt wird, und den Swap in ruhigen Marktphasen erledigen. In solchen Migrationsfenstern entstehen die unangenehmen Fälle meist nicht durch Hacks, sondern durch verpasste Fristen, fehlende Liquidität oder schlicht Verwirrung zwischen zwei fast gleich benannten Assets.






