- Solana hat binnen 24 Stunden vier nicht-native Assets gelistet, FUN, LIT, STRK und ZORA, nach früheren Listings weiterer L1-Tokens wie MON und ZEC.
- Beobachter sehen darin ein Signal, dass Solana mit reiferer Trading-Infrastruktur, etwa Prop AMMs, schneller Richtung „Onchain-CEX“-Erlebnis schiebt.
Solana zieht das Listing-Tempo an und wirkt dabei zunehmend wie ein Onchain-Marktplatz, der nicht nur „Solana-native“ Assets handeln will. In den vergangenen 24 Stunden wurden vier nicht-native Chain-Assets gelistet: Football Fun (FUN), Lighter (LIT), StarkNet (STRK) und Zora (ZORA). Zuvor waren bereits andere Layer-1-Tokens wie MON und ZEC dazugekommen.
Vier neue Listings, Cross-Chain-Exposure wird zur Strategie
Die schnelle Abfolge ist der Punkt. Einzelne Listings sind im Krypto-Alltag keine große Nachricht. Vier in einem Tag, dazu noch nicht-native Assets, sind eher ein Hinweis auf eine bewusste Ausweitung der Produktpalette. Für Solana bedeutet das: Der Nutzer soll auf einer Chain mehr „Markt“ sehen, nicht nur ein Ökosystem.
Technisch ist das immer auch eine Frage der Abwicklung. Nicht-native Assets müssen entweder als Wrapped- oder Bridged-Form existieren oder über eine strukturierte Cross-Chain-Lösung handelbar werden.
Für Trader ist das am Ende zweitrangig, solange Liquidität und Settlement funktionieren. Für das Netzwerk ist es dagegen heikel, weil Cross-Chain-Assets historisch dort brechen, wo Bridges und Custody-Schichten ins Spiel kommen.
Der Markt wird daher genau hinschauen, wie diese Listings umgesetzt sind und wie robust die Infrastruktur bei Stress reagiert.
Prop AMMs und das Ziel „Onchain-CEX“
Als Treiber wird eine reifere Trading-Infrastruktur genannt, insbesondere Prop AMMs. Gemeint sind Market-Making-Modelle, die näher an zentralen Börsen funktionieren, also mit effizienterer Preisstellung, tieferen Spreads und besserer Ausführung, ohne dass der Handel offchain in ein Orderbuch wandert. Wenn diese Systeme stabil laufen, sinkt der UX-Abstand zu einem CEX spürbar.
Die Richtung ist klar: Solana versucht, sich als Alternative zum zentralen Börsenhandel zu positionieren, zumindest für Spot-ähnliche Flows. Listings von Assets, die nicht aus dem eigenen Ökosystem stammen, passen genau in diese Logik.
Wer alles auf einer Oberfläche handeln kann, muss weniger hin und her zwischen Chains und Börsen springen. Ob das aufgeht, entscheidet sich nicht an der Liste, sondern an zwei Dingen: nachhaltige Liquidität und Risikomanagement für Cross-Chain-Exposure.






