• Strategy sieht sich nach eigenen Angaben selbst dann zahlungsfähig, wenn der Bitcoin-Preis auf 8.000 US-Dollar fällt und dort verharrt.
  • Michael Saylor kündigt an, die bestehenden Wandelanleihen in einem Zeitraum von drei bis sechs Jahren systematisch in Eigenkapital zu konvertieren.

Strategy hat in einem neuen Update versucht, den Markt von der Robustheit seines Bitcoin-Hebels zu überzeugen. Das Unternehmen erklärte, dass seine Vermögenswerte selbst in einem extremen Bärenmarktszenario ausreichen würden, um sämtliche ausstehenden Schulden vollständig zu bedienen.

Konkret nannte Strategy einen Bitcoin-Preis von 8.000 US-Dollar als Marke, bei der das Unternehmen nach eigener Darstellung weiterhin in der Lage wäre, seine Verbindlichkeiten vollständig zu decken.

Mit dieser Zahl skizziert der Bitcoin-Akkumulator einen Stresstest, der weit unter den aktuellen Kursniveaus liegt. Die Botschaft richtet sich vor allem an Anleihegläubiger und institutionelle Investoren, die die hohe Verschuldung des Unternehmens seit Jahren kritisch begleiten.

Die Aussage soll signalisieren, dass die Kapitalstruktur nicht allein von kurzfristigen Marktbewegungen beim Bitcoin abhängt, sondern auf einen deutlich längeren Zeithorizont ausgelegt ist.

Saylor setzt auf Zeit und Eigenkapital statt Rückzahlung in Cash

Gründer und Executive Chairman Michael Saylor bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Strategie, die ausstehenden Wandelanleihen nicht klassisch in bar zurückzuführen, sondern im Laufe der Zeit in Eigenkapital zu überführen. Nach seiner Planung soll die Umwandlung der Schuldtitel in Aktien innerhalb der nächsten drei bis sechs Jahre erfolgen, abhängig von Marktbedingungen und Finanzierungsfenstern.

Damit verschiebt Strategy das Gewicht der Kapitalstruktur weiter in Richtung Eigenkapital und verknüpft die Zukunft der Gläubiger noch stärker mit der Kursentwicklung von Bitcoin und dem Unternehmenswert.

Für bestehende Aktionäre bedeutet dieser Ansatz potenzielle Verwässerung, gleichzeitig aber eine Entlastung auf der Schuldenseite und mehr Flexibilität bei weiteren Bitcoin-Käufen. Saylor bleibt damit seiner Linie treu, Bitcoin als langfristiges strategisches Kernasset zu behandeln und die Bilanz Schritt für Schritt auf diese Wette auszurichten.