- Strategy weist für das vierte Quartal einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar aus, belastet durch den Rückgang des Bitcoin-Preises.
- Bei einem durchschnittlichen Einstieg von 76.000 Dollar je Bitcoin sitzt das Unternehmen nun auf nicht realisierten Verlusten von knapp 9 Milliarden Dollar.
Strategy hat seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt und muss sie vor einem Markt erklären, der sich inzwischen deutlich von den Höchstständen entfernt hat. Bei einem Bitcoin-Kurs um 63.000 US-Dollar liegt der Wert der BTC-Bestände bei rund 45,4 Milliarden Dollar. Insgesamt hat das Unternehmen seit 2020 etwa 54,2 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert.
Damit notiert der Kurs inzwischen unter dem durchschnittlichen Einkaufspreis von 76.000 Dollar je Coin, der Anfang der Woche erstmals wieder unterschritten wurde. In der Bilanz steht damit ein nicht realisierter Verlust von knapp 9 Milliarden Dollar. Es ist Buchverlust, kein Cash-Abfluss, aber er schlägt in der Gewinn- und Verlustrechnung durch und verschiebt das Risikoprofil, das Investoren bereit sind mitzutragen.
Q4-Zahlen zeigen Spagat zwischen Zukäufen und Volatilität
Für das Quartal zum 31. Dezember meldet Strategy einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar beziehungsweise 42,93 Dollar je Aktie. Der Zeitraum war geprägt von einer klaren Bewegung. Bitcoin fiel vom Allzeithoch über 126.000 Dollar im Oktober zurück, während Strategy weiter zukaufte. Rund 35.000 zusätzliche Bitcoin wurden im Quartal in die Unternehmensbilanz aufgenommen.
Die Logik dahinter ist bekannt. Strategy versteht Bitcoin als langfristigen Treasury-Baustein und akzeptiert hohe Zwischenvolatilität. Aus Bilanzsicht bedeutet das allerdings, dass jede starke Korrektur über die Impairment-Regeln sofort sichtbar wird.
Solange der Marktpreis unter dem gewichteten Einstand liegt, dominiert für Aktionäre die Frage, wie lange sie diese Schwankungsbreite mitgehen wollen und wie viel des Geschäftsmodells sie als Wette auf den Bitcoin-Preis verbuchen.







