• Tether führt mit „Scudo“ eine neue Recheneinheit für Tether Gold (XAU₮) ein, bei der 1 Scudo einem Tausendstel einer Feinunze Gold entspricht.
  • An Struktur und Deckung von XAU₮ ändert sich laut Tether nichts, die Token sollen weiterhin vollständig durch physisches Gold in Tresoren hinterlegt sein.

Tether versucht, tokenisiertes Gold im Alltag handlicher zu machen. Das Unternehmen hat mit „Scudo“ eine neue Einheit für sein Tether Gold (XAU₮) vorgestellt.

Die Idee ist schlicht: 1 Scudo soll exakt 1/1000 einer Feinunze Gold abbilden. Damit wird aus einem typischen „Gold-Preis pro Unze“ eine kleinere, leichter zu kommunizierende Zahl.

1 Scudo als Tausendstel Feinunze, aber XAU₮ bleibt der Anker

Tether betont, dass Scudo keine neue Asset-Struktur ist, sondern eine Recheneinheit, also ein Preisschild. XAU₮ bleibt das zugrundeliegende Produkt. Für Nutzer heißt das: Wer XAU₮ hält, hält weiter tokenisiertes Gold. Scudo soll nur die Darstellung vereinfachen, vor allem für kleinere Beträge und den Einsatz in Zahlungen, die nicht gleich eine ganze Unze betreffen.

Das ist ein praktischer Punkt, weil Gold in der digitalen Welt oft an einer banalen Hürde scheitert: Ein Unzenpreis in vierstelliger Dollarhöhe wirkt in vielen Interfaces sperrig, besonders wenn man mit kleinen Transfers arbeitet. Ein Tausendstel macht die Beträge „kleinteiliger“, ohne dass am Eigentum selbst etwas gedreht wird.

Deckung und Nachweis bleiben unverändert, Tether verweist auf Onchain-Tracking

Zur Deckung sagt Tether, dass XAU₮ weiterhin vollständig durch physisches Gold in gesicherten Tresoren hinterlegt sei. Die Eigentumszuordnung soll über die eigenen Asset-Tracking-Tools onchain überprüfbar bleiben, also über die Daten, die Tether zu den zugrunde liegenden Barren und deren Zuordnung veröffentlicht.

Im größeren Bild ist Scudo weniger ein Produktlaunch als ein Formatwechsel. Tokenisiertes Gold konkurriert nicht nur mit anderen Krypto-Assets, sondern auch mit klassischen Gold-ETCs und Sparplänen. Wenn Tether an der „Benutzbarkeit“ schraubt, ist das auch ein Versuch, Gold als transaktionsfähiges Wertmittel zu positionieren, nicht nur als passives Halte-Asset.