- Thailands Regierung hat grünes Licht gegeben, damit digitale Vermögenswerte als Basiswerte in Derivatemärkten genutzt werden können.
- Die Börsenaufsicht SEC soll dafür das Derivategesetz anpassen, vorgesehen sind unter anderem Bitcoin und Carbon Credits.
Thailand zieht beim Thema Krypto-Regulierung eine Linie nach, die für institutionelle Produkte wichtig ist. Die Regierung hat am Dienstag einen Vorschlag des Finanzministeriums gebilligt, der digitale Vermögenswerte ausdrücklich als zugrunde liegende Werte in Derivate- und Teilen des Kapitalmarkts zulassen soll.
Derivategesetz soll Krypto und Carbon Credits abdecken
Konkret soll die thailändische Securities and Exchange Commission das Derivatives Act ändern, um neue Basiswerte rechtlich sauber zu verankern. Genannt werden Bitcoin sowie digitale Token, außerdem Carbon Credits als weiterer Baustein, der in Asien längst stärker gehandelt wird als in Europa oft wahrgenommen wird.
Für den Markt ist entscheidend, dass damit nicht automatisch „mehr Krypto“ gemeint ist, sondern mehr Standardisierung. Derivate brauchen klare Definitionen, Abwicklungsregeln, Margin-Anforderungen, Verwahrung und vor allem Zuständigkeiten, wenn etwas schiefgeht. Genau dort setzt die angekündigte Gesetzesanpassung an, jedenfalls nach der Logik des Ministeriums.
Signal an Institutionelle, aber mit engeren Leitplanken
Offiziell wird das Paket als Modernisierung dargestellt, orientiert an internationalen Marktstandards. In der Lesart der Behörden geht es außerdem um stärkere Aufsicht und Investorenschutz, also um mehr Kontrolle, nicht weniger.
Aus der Branche kommt erwartbar Zustimmung. Der Chef von Binance Thailand, Nirun Fuwattananukul, sprach von einem Schritt, der zeige, dass digitale Vermögenswerte als eigene Anlageklasse ernst genommen werden. Er verbindet damit auch die Hoffnung, Thailand könne sich als regionaler Standort für institutionellen Kryptohandel positionieren.
Wie weit das praktisch trägt, hängt an der Detailarbeit der SEC. Entscheidend werden die Produktgrenzen sein, die Zulassungsvoraussetzungen und die Frage, welche Marktteilnehmer unter welchen Bedingungen überhaupt handeln dürfen.







