- Donald Trump sagte der New York Times, er plane keine Begnadigung des ehemaligen FTX-CEO Sam Bankman-Fried, der zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde und Berufung eingelegt hat.
- Gleichzeitig verteidigte Trump seine pro-krypto Haltung als politisch hilfreich und erklärte, er habe „Gefallen an Krypto“ gefunden.
Donald Trump dämpft Spekulationen rund um eine mögliche Begnadigung von Sam Bankman-Fried. In einem Interview sagte der US-Präsident, er habe keine Pläne, den früheren FTX-CEO zu pardonnieren.
Bankman-Fried wurde 2023 wegen Betrugs- und Verschwörungsvorwürfen zu 25 Jahren Haft verurteilt und befindet sich nach Angaben aus dem Verfahren in einem laufenden Berufungsprozess.
Keine Begnadigung, während das Verfahren juristisch weiterläuft
Eine Begnadigung wäre politisch ohnehin ein heikles Instrument. Im Fall Bankman-Fried wäre sie zusätzlich aufgeladen, weil der FTX-Kollaps nicht nur Anlegergeld zerstört hat, sondern auch das Bild der gesamten Branche über Monate prägte. Trump verweist nun klar darauf, dass dieses Szenario aktuell nicht auf seiner Agenda steht. Das lässt wenig Raum für die Erwartung, dass ein politischer Deal im Hintergrund läuft.
Bankman-Fried bleibt damit im normalen Justizpfad. Die Berufung kann sich ziehen, und sie ändert kurzfristig nichts daran, dass die Verurteilung und das Strafmaß bereits ausgesprochen sind. Gleichzeitig bleibt der Fall als Symbol präsent, weil er die Mischung aus Krypto, Risiko, politischer Nähe und regulatorischer Leerstelle in einem einzigen Namen bündelt.
Pro-Krypto-Rhetorik als Teil der politischen Strategie
Parallel nutzte Trump das Gespräch, um seinen pro-krypto Kurs zu verteidigen. Er sagte sinngemäß, die Haltung habe ihm Stimmen gebracht, und er habe „come to like crypto“. Das ist weniger ein Policy-Papier als ein politischer Satz, aber er ist nicht wirkungslos. In den USA wird Krypto zunehmend als Wahlkampfthema geführt, über Regulierung, Steuern, Zugang zum Bankensystem und die Frage, welche Industrie im Land wachsen darf.
Interessant ist dabei die Gleichzeitigkeit. Trump trennt die Branche von Bankman-Fried. Keine Begnadigung für den prominentesten verurteilten Krypto-Unternehmer, aber weiterhin ein öffentliches Signal, dass Krypto als Technologie und Marktsegment politisch erwünscht ist. Für den Markt ist das eine klare Linie: pro Krypto heißt nicht pro SBF.






