- Die Nationalbank Kasachstans will bis zu 350 Millionen US-Dollar aus ihren Gold- und Devisenreserven in krypto-nahe Anlagen investieren und könnte bereits im Frühjahr starten.
- Gouverneur Timur Suleimenov sagt, es gehe nicht nur um Kryptowährungen selbst, sondern um eine Liste an Instrumenten wie Tech-Aktien und Indexfonds mit ähnlicher Dynamik.
Kasachstans Zentralbank bereitet einen eigenen Krypto-bezogenen Investmentkorb vor. Das Geld ist im Verhältnis zu den Reserven klein, die Signalwirkung ist es weniger.
Start im Frühjahr, Fokus auf Aktien und Indexfonds
Nach Aussagen aus einer Pressekonferenz rund um die jüngste Zinsentscheidung will die Nationalbank bis zu 350 Millionen Dollar allokieren und die ersten Käufe bereits im April oder Mai anstoßen. Bis dahin werde die Struktur vorbereitet, inklusive Auswahlprozess und Risiko-Setup.
Der entscheidende Satz kommt von Gouverneur Timur Suleimenov: Es gehe „nicht nur um Kryptowährung selbst“. Gemeint ist ein Instrumentenmix, der auch Anteile an Hightech-Unternehmen mit Krypto-Bezug, Indexfonds und ähnliche Produkte umfassen kann.
Das spricht für indirekte Exposure, also Krypto-Preisrisiko über regulierte Vehikel, statt sofort große Bestände an Coins aufzubauen.
Reserve-Management trifft auf Digital-Asset-Strategie
Damit setzt die Nationalbank auf eine Logik, die man aus anderen Reserve-Portfolios kennt: klein anfangen, erst die Handelbarkeit und Korrelationen verstehen, dann gegebenenfalls ausweiten.
In den Worten der Vizegouverneurin Aliya Moldabekova klingt das nach einem vorsichtigen Rollout, bei dem zunächst auch Firmen aus dem Bereich Digital-Asset-Infrastruktur geprüft werden sollen.
Für den Markt ist der Schritt vor allem deshalb interessant, weil er eine Lücke schließt: Viele Staaten diskutieren über Krypto, wenige bringen es in den operativen Teil ihres Reserve- und Anlageapparats. Kasachstan macht das jetzt, zumindest im Umfang eines Pilotportfolios.






