Aviva Investors erweitert sein Angebot auf dem XRP Ledger um eine tokenisierte Anteilsklasse seines Sterling-Liquiditätsfonds. Der Versicherungskonzern Aviva investiert zum Start 50 Millionen Pfund, während das Volumen der beiden tokenisierten Fondsangebote des Vermögensverwalters zusammen auf mehr als 86 Millionen Pfund steigt.
Tokenisierte Anteilsklasse für Avivas größten Fonds
Wie Aviva Investors und Ripple am 26. Oktober mitteilen, verwaltet der zugrunde liegende Aviva Investors Sterling (GBP) Liquidity Fund rund 22 Milliarden Pfund und ist damit der größte Fonds des Hauses. Die Tokenisierung betrifft eine neue Anteilsklasse. Die 22 Milliarden Pfund entsprechen folglich nicht dem auf die Blockchain gebrachten Vermögen.
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Die neue Anteilsklasse folgt auf das im Juli 2026 gestartete tokenisierte Angebot für den USD-Liquiditätsfonds. Mit zusammen mehr als 86 Millionen Pfund, laut Mitteilung rund 116 Millionen US-Dollar, zählt sich Aviva Investors nun zu den größten Anbietern tokenisierter Geldmarktfonds in Europa. Avivas Startinvestment in die Pfund-Anteilsklasse entspricht den Angaben zufolge rund 66 Millionen US-Dollar.
Mark Versey, CEO von Aviva Investors, erklärt:
„Wir freuen uns sehr, mit der neuen tokenisierten Anteilsklasse unseres GBP-Liquiditätsfonds den Start unseres zweiten Fonds im Bereich der Tokenisierung bekannt geben zu können. Diese Erweiterung unseres tokenisierten Angebots zeigt unsere klare Absicht, in diesem Bereich eine führende Rolle einzunehmen, und legt den Grundstein für einen künftigen Ausbau unserer Möglichkeiten. Wir glauben, dass tokenisierte Fonds die Effizienz steigern und letztlich zu besseren Ergebnissen für unsere Kunden führen können.“
Der in Irland domizilierte UCITS-Geldmarktfonds nutzt ein „Digital Twin“-Modell. Dabei werden Bestände auf der Blockchain abgebildet, während die bestehende Fondsstruktur außerhalb der Blockchain erhalten bleibt. Die Tokenisierung ergänzt damit den Zugang zum Fonds um eine digitale Ebene.
Anlageziel, Risikoprofil, Liquiditätseigenschaften und regulatorische Schutzmechanismen entsprechen laut Mitteilung denen des konventionellen Fonds, der 2002 aufgelegt wurde. Er strebt risikoarme Erträge und tägliche Liquidität durch Anlagen in kurzfristige, auf britische Pfund lautende Schuldtitel hoher Bonität an.
Zugang erhalten berechtigte Anleger mit digitalen Wallets. An der Umsetzung sind erneut der regulierte institutionelle Digitalverwahrer Komainu und die Infrastrukturplattform Licuido beteiligt. Die Vermögenswerte des Fonds verbleiben bei dessen Verwahrstelle, The Bank of New York Mellon.
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Ripple sieht Infrastruktur für institutionelle Tokenisierung
Nigel Khakoo, Senior Vice President Trading and Markets bei Ripple, ordnet den Start in den Umbau der Marktinfrastruktur ein:
„Wir freuen uns, Aviva Investors beim Start seines zweiten tokenisierten Fonds auf dem XRP Ledger zu unterstützen, der das rasante Tempo der Fonds-Tokenisierung in der Investmentbranche unterstreicht. Die Märkte bewegen sich auf einen Zugang rund um die Uhr zu, und die Abwicklung verlagert sich auf eine jederzeit verfügbare Echtzeitinfrastruktur. Dieser Start zeigt, wie das in der Praxis aussieht.“
Der XRP Ledger soll die Ausgabe und Verwaltung der Anteile mit schnellen, kostengünstigen und energieeffizienten Transaktionen ermöglichen. Ripple verweist auf mehr als vier Milliarden verarbeitete Transaktionen seit 2012, knapp acht Millionen aktive Wallets und über 130 unabhängige Validatoren.
Für Aviva Investors schafft die Struktur nach eigenen Angaben eine skalierbare Grundlage für weitere Entwicklungen im Fondsvertrieb. Versey kündigt an, die Möglichkeiten der Tokenisierung gemeinsam mit Ripple weiter auszuloten. Konkrete weitere Fondsstarts oder zusätzliche Investitionsvolumina nennt die Mitteilung nicht.












