Der niederländische Analyst Michaël van de Poppe erwartet bei Bitcoin ein bullisches Cross, das seiner Einschätzung nach den nächsten großen Aufwärtsimpuls ankündigen könnte. Der Analyst verweist auf vergleichbare Signale in den Jahren 2013, 2016, 2019 und 2023.
Warum van de Poppe auf ein bullisches Cross setzt
Im Mittelpunkt seiner Einschätzung steht ein Beitrag von Quinten François, der einen langfristigen Bitcoin-Chart mit den Worten teilte: „Die meisten Menschen können das große Ganze nicht erkennen.“ Van de Poppe griff den Beitrag auf und schrieb auf X:
„Das bullische Cross steht bei Bitcoin kurz bevor. Die letzten Male, als das passiert ist: 2013, 2016, 2019, 2023. Jetzt passiert es wieder. Jedes Mal, wenn das geschieht, ist es der Beginn der nächsten großen Impulsbewegung bei Bitcoin und damit eines neuen Bullenmarkts.“

Der Chart von François zeigt neben dem Bitcoin-Kurs zwei On-Chain-Kennzahlen: realisierte Gewinne in Orange und realisierte Verluste in Blau, jeweils geglättet über einen einfachen gleitenden Durchschnitt von 365 Tagen.
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Die bevorstehende Kreuzung könnte auf eine fortgeschrittene Bodenbildung hindeuten. Die historischen Daten zeigen jedoch, dass bis zum eigentlichen Bullenlauf im Bitcoin-Zyklus mehrere Monate vergehen können.
Nach entsprechenden Kreuzungen Anfang 2015, Ende 2018 und im Herbst 2022 gewannen die folgenden Aufwärtsphasen im Herbst 2015, Frühjahr 2019 und Januar 2023 deutlich an Kraft. Besonders 2022 zeigt dabei das Risiko: Vor der Erholung folgte zunächst noch ein neues Tief während des FTX-Zusammenbruchs.
Bitcoin-Kurs könnte kurzfristig 90.000 US-Dollar anpeilen
Für die bevorstehende Handelswoche rechnet van de Poppe trotz der Spekulationen um einen „Black Monday“ mit einem weniger negativen Verlauf, als die Stimmung auf X nahelegt. Während die Aktienindizes eine schlechte Woche hinter sich hätten, bewertet er die Bewegung am Kryptomarkt als vergleichsweise normale Korrektur:
„Ich wäre nicht überrascht, wenn Bitcoin und die Indizes irgendwann in dieser Woche das Tief dieser Korrektur erreichen und wir wieder etwas Momentum aufbauen.“

Dass Bitcoin vergleichsweise stabil geblieben ist, sei aus seiner Sicht ein gutes Zeichen. In einer weiteren Analyse verweist van de Poppe darauf, dass der Kurs auf höheren Zeitebenen vorherige Tiefs bereits kurzzeitig unterschritten hat, sich dann aber wieder schnell erholte.
Ein solcher Rücklauf über zuvor unterschrittene Tiefs kann auf nachlassenden Verkaufsdruck hindeuten. Van de Poppe leitet daraus eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch nach oben ab:
„Ich denke, dass wir eher nach oben als nach unten ausbrechen werden.“
Kurzfristig beobachtet van de Poppe eine zunehmend enge Handelsspanne. Aufgrund der sinkenden Volatilität erwartet er eine größere Bewegung, wobei er vor dem eigentlichen Ausbruch ausdrücklich vor einem Fehlausbruch warnt.
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Dieser könnte den Bitcoin-Kurs zunächst erneut in seine blau markierte Zone unterhalb von 80.000 US-Dollar drücken. Der Analyst bezeichnet den Bereich als für ihn interessante Einstiegszone und hält einen zweiten Test nach der ersten Berührung letzte Woche für plausibel.
Auf der Oberseite nennt er rund 82.000 US-Dollar als entscheidende Hürde:
„Wenn Bitcoin den entscheidenden Widerstand bei 82.000 US-Dollar durchbricht, werden wir eine Beschleunigung sehen und höchstwahrscheinlich eine Rally in Richtung 90.000 US-Dollar.“

Der beigefügte Vierstundenchart zeigt den unmittelbaren Widerstandsbereich etwas breiter bis ungefähr 82.600 US-Dollar. Darüber sind weitere Marken bei rund 84.150 und 85.270 US-Dollar eingezeichnet. Diese Hürden müsste Bitcoin auf dem Weg zum Kursziel von 90.000 US-Dollar zunächst überwinden.












