Der Bitcoin-Bullenmarkt hat nach Einschätzung von CryptoQuant-Chef Ki Young Ju begonnen. Er verweist auf die Rückkehr über eine wichtige Kurslinie und verbesserte On-Chain-Signale, erwartet für diesen Zyklus aber geringere Ausschläge als noch in den letzten Jahren.
Bitcoin erobert die 365-Tage-Linie zurück
Am 21. September konstatierte Ju auf X, dass Bitcoin seinen gleitenden 365-Tage-Durchschnitt bei rund 83.000 US-Dollar zurückerobert hatte und über 84.000 Dollar notierte. Ob die Marke hält, ist für seine Einschätzung entscheidend:
„Bitcoin hat den gleitenden 365-Tage-Durchschnitt bei 83.000 Dollar zurückerobert und notiert über 84.000 Dollar. Auf diese Linie haben alle geschaut, um das Ende des Bärenmarkts zu erkennen. Wenn sie hält, könnten Momentum-Trader und institutionelle Anleger aus Angst, die Bewegung zu verpassen, einsteigen.“
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Bereits zwei Tage zuvor schrieb Ju, dass die wichtigsten Bitcoin-On-Chain-Indikatoren von Rot zu Grün gewechselt sind. Die nachfolgende CryptoQuant-Übersicht zeigt ein gemischtes Bild: Unter anderem stehen der Bull/Bear-Indikator und das bereinigte SOPR auf „Bull“, während die Mehrzahl der Indikatoren noch auf „neutral“ steht.

Seine langfristige Prognose ist dennoch bullisch, auch wenn Bitcoin seiner Meinung nach nicht an die parabolische Performance früherer Zyklen herankommen wird:
„Ich erwarte für diesen Bitcoin-Bullenzyklus eine Verdreifachung bis Verfünffachung statt einer weiteren parabolischen Rallye auf mehr als das Zehnfache, gefolgt von einem milderen Bärenmarkt. Als Bitcoin kleiner war und Privatanleger dominierten, trieb kurzfristiges Kapital explosive Rallyes und Einbrüche um 80 Prozent an. Heute dämpfen ein viel größerer Markt und die wachsende Beteiligung institutioneller Anleger beide Extreme.“
Ju nennt für die Verdreifachung bis Verfünffachung keinen konkreten Ausgangskurs. Ein Kursziel lässt sich daher nicht ableiten. Im Worst Case rechnet Ju vom Bärenmarkttief bei rund 58.000 US-Dollar. Dann wäre ein neues Allzeithoch zwischen 174.000 US-Dollar und 290.000 US-Dollar denkbar.
Als Hinweise auf frisches Kapital führt er eine steigende realisierte Marktkapitalisierung an. Früh investierte Wale hätten ihre Verkäufe eingestellt, während große Futures-Trader nahe dem Tief umfangreiche Long-Positionen aufgebaut hätten.
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Zugleich sei das MVRV-Verhältnis in diesem Zyklus nicht unter eins gefallen: Trotz Verlusten einzelner Anleger habe der Bitcoin-Kurs insgesamt über der durchschnittlichen On-Chain-Kostenbasis der Halter gelegen.
Auch im 365-Tage-Durchschnitt des PnL-Index sieht Ju Anzeichen einer Wende. Dieser Durchschnitt misst die Entwicklung der Halterprofitabilität. Ju schreibt:
„Selbst der gleitende 365-Tage-Durchschnitt des PnL-Index, der an Wendepunkten typischerweise nachhinkt, bildet derzeit einen signifikanten Wendepunkt aus.“

Jus Fazit ist, dass sich Bitcoin nun in einer anderen Ära befindet, die weniger spekulativ, aber nicht weniger lukrativ ist:
„Nichts davon bedeutet, dass Bitcoin eine Obergrenze hat. Es bedeutet, dass sich das Verhältnis von Chancen und Risiken verändert hat. Wer auf die Verzehnfachung in einer parabolischen Rallye verzichtet, verzichtet auch auf den Einbruch um 80 Prozent – und genau das zieht geduldiges, langfristig orientiertes Kapital anstelle kurzfristiger Spekulation an.“












