Der Bitcoin-Kurs ist innerhalb weniger Minuten von 81.900 USD auf ein Tageshoch von 84.858 USD (auf Binance) zum Redaktionszeitpunkt gestiegen.
Damit zeigt Bitcoin, dass kapitalstarke Investoren auch ohne den Clarity Act weiter an BTC als Asset glauben und auch die Zinserhöhung durch die Fed keine größere Rolle zu spielen scheint. (Artikel geht nach dem Chart weiter.)
ETF-Zuflüsse liefern frisches Kapital
Ein wichtiger, wieder auflebender Kapitalzustrom kommt von den US-Spot Bitcoin-ETFs. Am vergangenen Freitag verbuchten die US-Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von rund 433 Millionen US-Dollar. Damit verzeichneten sie ihren stärksten Handelstag seit dem 3. September.

Besonders auffällig war Fidelitys Bitcoin-Fonds FBTC: Rund 310,7 Millionen Dollar flossen an diesem Tag in das Produkt. BlackRocks IBIT kam auf weitere 108,4 Millionen Dollar.
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Die Zahlen zeigen, dass institutionelle Anleger nach mehreren schwächeren Handelstagen wieder stärker auf der Käuferseite aktiv wurden. Der zweite große Treiber ist der Derivatemarkt.
Viele Trader hatten darauf spekuliert, dass Bitcoin nach den politischen und geldpolitischen Rückschlägen weiter fallen würde. Als BTC stattdessen nach oben ausbrach, mussten zahlreiche gehebelte Short-Positionen geschlossen werden.
Laut Daten von CoinGlass wurden während der Rally innerhalb von 24 Stunden rund 601 Millionen Dollar an Short-Positionen im gesamten Kryptomarkt liquidiert. Auf Bitcoin entfielen davon etwa 269 Millionen Dollar.
Solche Liquidationen können eine Kursbewegung zusätzlich beschleunigen: Werden gehebelte Short-Positionen zwangsweise geschlossen, entstehen zusätzliche Käufe, die den Preis weiter nach oben treiben können. Damit entwickelte sich aus dem ursprünglichen Anstieg ein klassischer Short-Squeeze.
Unterstützung erhält Bitcoin zum Wochenstart auch von den traditionellen Finanzmärkten. Die Ölpreise gaben am Montag deutlich nach, während Technologieaktien und Aktien-Futures zulegten.
Brent-Rohöl fiel zeitweise um rund zwei Prozent, während die Nasdaq-Futures etwa 0,6 Prozent höher notierten. Die nachlassenden Sorgen über die Energieversorgung sorgten damit zumindest kurzfristig für eine freundlichere Risk-on-Stimmung.
Ist die Kursexplosion nachhaltig?
Technisch befindet sich Bitcoin in einer wichtigen Zone. Den starken Widerstand entlang der 83.000-USD-Marke konnte BTC schnell durchbrechen. Gleichzeitig befinden sich in diesem Bereich auch stark gehebelte Short-Positionen.
Neue Daten zu den Liquidationszonen zeigen größere Cluster knapp oberhalb der 84.000-USD-Marke. Sollte Bitcoin diese Zone überzeugend durchbrechen, könnten weitere Short-Liquidationen die Bewegung in Richtung 85.000 USD erneut beschleunigen.

Der heutige Kursanstieg ist eine Kombination aus mehreren Faktoren:
- Hunderte Millionen Dollar an neuen ETF-Zuflüssen
- ein massiver Short-Squeeze
- eine konstruktivere Stimmung im Kryptomarkt und eine kurzfristige Risk-on-Bewegung an den traditionellen Finanzmärkten
Gleichzeitig steigt nach diesem kurzfristigen Kursanstieg auch das Risiko einer Korrektur.
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Ob der Ausbruch nachhaltig ist, werden die nächsten Stunden und Tage zeigen.












