- Bitcoin hat sich vom Tief der Vorwoche um rund 12 Prozent erholt und handelt wieder im Bereich von über 70.000 US-Dollar.
- Der Coinbase-Premium-Index steigt deutlich an und deutet auf eine stärkere Nachfrage von US-Investoren gegenüber Binance hin.
Nach einem turbulenten Wochenausklang hat sich der Kryptomarkt zu Beginn dieser Woche merklich stabilisiert.
Bitcoin notiert laut CoinGecko-Daten rund 12 Prozent über dem Tiefststand von 62.822 US-Dollar vom Freitag und liegt aktuell bei etwa 70.998 US-Dollar.
Die Entwicklung ist zwar nicht spektakulär, zeigt aber, dass Käufer wieder bereit sind, auf diesem Niveau Risiken einzugehen.
Auffällig ist, dass die Erholung breit von den größeren Coins mitgetragen wird, während kleinere Token weiterhin zurückhaltend reagieren. Das Muster passt zu einem Markt, in dem erst die großen Liquiditätsachsen wiederbelebt werden, bevor Kapital in Nischenprojekte zurückfließt.
Gleichzeitig mahnen Strategen zur Vorsicht. Nach einem scharfen Rückgang mit hoher Derivate-Liquidation sei ein technischer Bounce fast schon Standard. Ob daraus ein stabiler Boden wird oder nur eine Zwischenrally in einem weiter angespannten Makroumfeld, ist offen.
Coinbase-Premium zieht an und signalisiert US-Kaufinteresse
Ein zusätzlicher Datenpunkt kommt aus dem sogenannten Coinbase-Premium-Index. Er misst die Preisabweichung von Bitcoin auf der US-geprägten Börse Coinbase gegenüber der Offshore-Plattform Binance. Der Index ist laut Marktdaten seit Freitag von etwa −0,23 Prozent auf −0,06 Prozent gestiegen.
Das klingt nach einer kleinen Kennzahl, ist aber für viele Marktbeobachter ein Gradmesser für die Stimmung unter US-Anlegern. Dreht das Premium nach oben, zahlen Käufer auf Coinbase tendenziell etwas mehr als auf Binance, was auf frische Nachfrage aus den USA hindeutet.
Dass dieser Effekt ausgerechnet parallel zur Erholung über 70.000 Dollar einsetzt, passt ins Bild: Der jüngste Rückgang hat einige Adressen verschreckt, aber er hat offenbar auch Adressen geweckt, die auf niedrigere Einstiegspunkte gewartet haben. Wie lange diese Balance hält, entscheidet sich nun weniger in den Onchain-Metriken als im weiteren Verlauf des globalen Risiko-Appetits.






