Bitcoin ist in den vergangenen 24 Stunden zunächst auf rund 81.033 US-Dollar gefallen und anschließend bis 83.913 Dollar zurückgesprungen, eine Erholung um 3,55 Prozent. Liquidationen und neu aufgebaute Short-Positionen liefern den Hauptgrund hinter der starken Volatilität.
Bitcoin: Was die Liquidationen zeigen
CoinGlass meldet rund 187,4 Millionen Dollar an liquidierten Bitcoin-Futures-Positionen binnen 24 Stunden, wobei rund 150 Millionen Dollar auf Long-Positionen entfielen. Am gesamten Kryptomarkt wurden mehr als 822 Millionen Dollar an Leverage ausgespült, auch hier dominierten Longs mit 690 Millionen Dollar.
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Glassnode hatte bereits am 7. Oktober vor einer größeren Long-Liquidationszone zwischen 81.700 und 83.300 Dollar gewarnt. Der Rücksetzer durchquerte diesen Bereich und zwang Marktteilnehmer zu verstärkten Verkäufen.
Der auf X bekannte Trader exitpump (@exitpumpBTC) beobachtete anschließend am Montag einen Aufbau von Gegenpositionen:
„Heute ist das Open Interest ziemlich stark gestiegen, vor allem durch neu aufgebaute Short-Positionen. Ich erwarte, dass diese Positionen bis morgen wieder abgebaut werden. Händler, die montags mit hohem Hebel auf eine Kursrichtung setzen, erleiden dienstags oder mittwochs meist herbe Verluste.“

Die Abfolge passt zu Long-Liquidationen im Rückgang und Short-Eindeckungen im Rebound. Die verfügbaren Daten belegen jedoch nicht zwangsläufig, dass beide Bewegungen hauptsächlich durch Squeezes ausgelöst wurden. Es scheint aber ein wichtiger Grund gewesen zu sein.
Hinzu kam der Verkaufsdruck aus den USA und insbesondere von Institutionen. CryptoQuant-Analyst Maartunn warnte auf X:
„US-Institutionen stoßen Bitcoin ab! Die Coinbase-Preisdifferenz ist auf minus 107 Dollar gefallen.“
CoinGlass veröffentlichte eine ähnliche Beobachtung und ergänzte, dass der Index nun 19 Tage in Folge negativ ist. CoinGlass schrieb via X:
„Coinbase-Premium-Index: minus 0,14 Prozent. Wer verkauft Bitcoin auf Coinbase?“

Bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs blieb der Kapitalabzug dagegen eher moderat: Laut Farside flossen am Montag, dem 12. Oktober, netto 65,4 Millionen Dollar ab. Der gesamte Abfluss entfiel auf BlackRocks IBIT, alle übrigen erfassten Fonds meldeten null Nettofluss.
Glassnode ordnete die vorausgegangene Verkaufswoche so ein:
„Bitcoin handelt knapp unter 83.000 Dollar, nachdem ein Kursrückgang zur Wochenmitte den September-Ausbruch vorübergehend zunichtegemacht hat. Händler mit Perpetual-Positionen und ETF-Anleger führten die Verkäufe an, während on-chain weiterhin neues Kapital zufloss und die Gewinnkennzahlen erhöht bleiben.“
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82.800 und 83.400 Dollar bleiben entscheidend
X-Analyst Rekt Capital bezeichnete am Montag die erste Erholung als Widerstandstest. Entscheidend könnte sein, ob der BTC-Kurs die Marke von 83.400 Dollar überschreiten kann:
„Bitcoin ist tatsächlich genau bis etwa 83.400 Dollar zurückgesprungen. Der Kurs behandelt dieses Niveau als Widerstand.“

Der renommierte Charttechniker Aksel Kibar zweifelt indes langsam an der Qualität des Ausbruchs über 82.800 Dollar. Entscheidend sei das fehlende Momentum:
„Verglichen mit den früheren, an mehreren horizontalen Marken hervorgehobenen Ausbruchskerzen nach oben oder unten wirkt dieser Ausbruch über 82.800 Dollar zögerlich und ohne Dynamik. Der Kurs kann in die Spanne zwischen 60.000 und 82.800 Dollar zurückfallen.“

Der beliebte X-Analyst Colin Talks Crypto (@ColinTCrypto) warnt ebenfalls davor, dass Bitcoin derzeit deutliche Schwäche zeigt. Wie er heute schreibt, hat BTC erneut den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt als Unterstützung getestet. Das war seit August nicht mehr der Fall. Dies deutet auf einen Verlust an Dynamik hin.
Des Weiteren fiel BTC unter die Marke von 82,800 USD (das Hoch vom Mai), eroberte das Level zurück und fiel dann erneut darunter. Der zweimalige Verlust dieses Schlüssellevels ist laut Collin ein weiteres Signal für nachlassende Dynamik. Er warnt konkret:
“BTC bildet ein Doppeltop aus (Ende September/Anfang Oktober) und bestätigte dieses Muster durch einen Kursrückgang. Ebenfalls ein bärisches Signal. Es sieht so aus, als würde BTC nach seinem nächsten höheren Tief suchen.”













