J.P. Morgan Asset Management prognostiziert für Bitcoin über die kommenden zehn bis 15 Jahre höhere Renditen als für große US-Aktien und Gold. Der Vermögensverwalter nimmt Bitcoin erstmals in seine langfristigen Renditeprognosen auf.
Bitcoin besser als Aktien und Gold
Die Prognose stammt aus den „2027 Long-Term Capital Market Assumptions“. Der Bericht weist für Bitcoin eine geometrische Jahresrendite von zehn Prozent aus. Für große US-Unternehmen erwartet JPMorgan 7,5 Prozent, für kleinere US-Aktiengesellschaften 7,7 Prozent und für US-REITs 8,2 Prozent. Gold liegt mit 5,5 Prozent ebenfalls darunter.
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Bitwise-Investmentchef Matt Hougan kommentierte die Aufnahme Bitcoins auf X als weiteren Schritt der institutionellen Anerkennung:
„Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich. Dann nehmen sie dich in ihren Bericht über langfristige Kapitalmarktannahmen auf und prognostizieren, dass du die Anlage mit der besten Wertentwicklung im kommenden Jahrzehnt sein wirst.“
Die hohe Rendite geht aber mit einer erheblich höheren Risikoprognose einher. JPMorgan setzt die annualisierte Volatilität Bitcoins bei 55 Prozent an. Für große US-Aktien sind es 18 Prozent, für Gold 17,2 Prozent und für US-REITs 17,3 Prozent. Die erwartete Schwankungsintensität Bitcoins liegt damit bei mehr als dem Dreifachen der Werte für Gold und große US-Aktien.
Neben der geometrischen Rendite nennt JPMorgan für Bitcoin eine arithmetische Jahresrendite von 20,9 Prozent. Diese Kennzahl beschreibt den Durchschnitt einzelner Jahresrenditen.

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Für den langfristigen Vermögenszuwachs unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts ist dagegen die geometrische Rendite maßgeblich. Starke Schwankungen können eine erhebliche Lücke zwischen beiden Größen erzeugen.
Hougan räumte die Einschränkungen der Prognose in einem weiteren X-Beitrag ein:
„Ich weiß, ich weiß: Sie machen zahlreiche Vorbehalte und sagen, dass sich die Anlageklasse noch im Reifeprozess befindet. Trotzdem ist es ziemlich bemerkenswert, das zu sehen.“
Ausgehend von einem Bitcoin-Kurs von rund 81.300 US-Dollar entspräche die angenommene Jahresrendite von zehn Prozent rechnerisch einem Kurs von rund 211.000 US-Dollar nach zehn Jahren beziehungsweise 340.000 US-Dollar nach 15 Jahren. Diese Werte sind allerdings eine Hochrechnung der Renditeannahme und keine von JPMorgan ausdrücklich genannten Kursziele.
Indes hat JPMorgan weiterhin klare Vorbehalte gegen Bitcoin. Hohe Volatilität und instabile Korrelationen zu anderen Anlagen erschweren laut dem US-Vermögensverwalter eine breite Aufnahme Bitcoins in Portfolios. JPMorgan widerspricht außerdem der These, dass die Entwertung von Fiatwährungen zwangsläufig einen Ansturm auf Bitcoin auslösen wird.
Bitcoin bleibt deshalb außerhalb der zentralen Kovarianzmatrizen, mit denen JPMorgan Risiken und Zusammenhänge zwischen Anlageklassen modelliert. Nach Angaben von JPMorgan enthält das Kapitel über öffentliche Märkte eine separate, kleinere Kovarianzmatrix, die Bitcoin ausgewählten anderen Anlageklassen gegenüberstellt.












