Die ersten Sparkassen starten heute, am 19. Oktober, den Kryptohandel für Privatkunden. Kunden teilnehmender Institute können Bitcoin und weitere Kryptowährungen über die App Sparkasse kaufen und verkaufen. Das bestätigte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) gegenüber dpa. Das Angebot trägt den Namen „Krypto – powered by Deka“.

Die DekaBank nennt auf ihrer Produktseite fünf handelbare Kryptowerte: Bitcoin (BTC), Ether (ETH), XRP, Solana (SOL) und Polygon (POL). Voraussetzung ist ein Girokonto bei einer teilnehmenden Sparkasse. Kunden eröffnen über die Themenwelt „Anlegen“ der Sparkassen-App ein eigenes Krypto-Konto bei der DekaBank.

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Für jede Transaktion stellt die DekaBank einen zeitlich begrenzten, verbindlichen Preis. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Selbstentscheider. Eine Anlageberatung in der Sparkasse erfolgt nicht.

Die Verwahrung übernimmt die DekaBank selbst. Auf ihrer offiziellen Angebotsseite heißt es ausdrücklich:

„Die Verwahrung der Kryptowährungen erfolgt zentral bei der DekaBank.“

Die privaten Schlüssel werden treuhänderisch in einer gemeinsam verwalteten Omnibus-Wallet gehalten. Auslieferungen sind laut Produktseite nur an Wallet-Adressen bestimmter Kryptowerte-Dienstleister möglich. Übertragungen an eigene Hardware-Wallets sind damit ausgeschlossen.

Börse Stuttgart Digital stellt über ihre institutionelle Brokerage-Lösung die Liquidität für den Handel bereit. Diese Rollenverteilung dokumentiert die offizielle Mitteilung zur Erweiterung der Partnerschaft vom 13. Oktober 2025. Die DekaBank baut dafür ihre bestehende Infrastruktur aus dem institutionellen Geschäft für Privatkunden aus.

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Börse Stuttgart Digital ist bereits seit 2024 Infrastrukturpartner der DekaBank im institutionellen Kryptohandel. Das für die Sparkassen entwickelte Angebot umfasst Handel, Verwahrung und Benutzeroberfläche.

Weitere Sparkassen folgen schrittweise

Monatlich sollen nach Angaben des DSGV 30 bis 40 weitere Institute hinzukommen.

„Wann eine Sparkasse startet, entscheidet sie selbst“, sagte DSGV-Vorstandsmitglied Joachim Schmalzl gegenüber dpa. Im ersten Halbjahr 2027 soll bereits ein großer Teil der interessierten Sparkassen angebunden sein.

Die DekaBank weist darauf hin, dass die Kryptowerte keiner gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen. Auch bei professioneller Verwahrung bestehen Verlustrisiken bis zum Totalverlust, so die DekaBank.