- Am 30. Januar sind rund 91.000 Bitcoin-Optionskontrakte mit einem Nominalwert von 7,6 Milliarden US-Dollar ausgelaufen.
- Ebenfalls verfallen sind etwa 435.000 Ether-Optionskontrakte, Max-Pain liegt bei 3.000 US-Dollar bei einem Put-Call-Ratio von 0,68.
Zum Monatsende läuft im Derivatemarkt wieder das übliche große Aufräumen. Am 30. Januar sind laut veröffentlichten Marktdaten rund 91.000 Bitcoin-Optionskontrakte verfallen, mit einem Nominalwert von 7,6 Milliarden US-Dollar. Bei Ether waren es etwa 435.000 Kontrakte, der Nominalwert lag bei 1,19 Milliarden US-Dollar.
BTC-Verfall: Put-Call 0,48 und Max-Pain bei 90.000 Dollar
Für Bitcoin wird ein Put-Call-Ratio von 0,48 ausgewiesen. Das ist, vereinfacht, ein Hinweis darauf, dass Calls im offenen Interesse stärker vertreten waren als Puts. Das muss nicht automatisch „bullisch“ heißen, weil viele dieser Positionen abgesichert oder Teil komplexer Strategien sind, aber es zeigt, wie der Markt in die Laufzeit hineingewichtet war.
Auffällig ist der Max-Pain-Punkt bei 90.000 US-Dollar. Der Wert beschreibt das Preisniveau, bei dem Optionskäufer rechnerisch am meisten Prämie verlieren würden, während Stillhalter am meisten profitieren. Es ist kein Magnetgesetz, aber in Tagen mit wenig Spot-Impuls schauen Händler gern dorthin, einfach weil es eine brauchbare Referenz für Positionierung ist.
ETH-Verfall: 435.000 Kontrakte, Max-Pain bei 3.000
Bei Ether liegt das Put-Call-Ratio bei 0,68 und damit näher an einem ausgeglicheneren Profil. Der Max-Pain-Punkt wird bei 3.000 US-Dollar angegeben. Auch hier gilt: Das ist keine Prognose, eher eine Landkarte. Ob der Spotpreis daran „andockt“, hängt davon ab, wie aggressiv Dealer ihr Gamma hedgen müssen und wie viel Risiko zum Verfall tatsächlich noch offen war.
Für den Kassamarkt sind solche Verfallstage oft weniger Drama als Geräusch. Trotzdem verändern sie die Mikromechanik. Nach dem Verfall werden Strikes leergeräumt, Hedges zurückgebaut, neue Laufzeiten aufgebaut. Und manchmal reicht genau diese Umschichtung, um die Volatilität kurzfristig zu verschieben, ohne dass eine neue Nachricht aufschlägt.






