• Coinbase hat Aktien-Perpetuals für Nutzer außerhalb der USA eingeführt und öffnet damit den 24/7-Handel auf synthetische US-Aktienexponierung.
  • Zum Start sind unter anderem Apple, Nvidia, Tesla sowie ETFs wie SPY und QQQ verfügbar, mit Hebeln von bis zu 10x bis 20x und Abwicklung in USDC.

Coinbase baut sein Derivategeschäft weiter aus. Diesmal nicht mit einem neuen Krypto-Perpetual, sondern mit einem Produkt, das deutlich näher an den klassischen Kapitalmarkt rückt.

Rund um die Uhr auf Apple, Nvidia und Tesla

Die Börse bietet ab sofort für internationale Nutzer Aktien-Perpetual Futures an. Gemeint ist keine direkte Aktie, sondern ein synthetisches Derivat, das die Kursbewegung großer US-Titel abbildet.

Zum Start stehen Namen wie Apple, Nvidia und Tesla auf der Liste. Dazu kommen ETF-Produkte wie SPY und QQQ, die für viele Trader ohnehin als Stellvertreter für den breiten US-Markt oder den Nasdaq gelten.

Der eigentliche Punkt ist der Handelsrahmen. Die Produkte laufen 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Genau darin liegt die Anlehnung an Krypto. Wer bisher nur während der regulären US-Börsenzeiten auf Kursbewegungen bei Technologiewerten setzen konnte, bekommt nun ein Format, das eher dem permanenten Takt digitaler Märkte folgt.

Hebel, USDC-Abwicklung und der nächste Schritt im Derivategeschäft

Coinbase kombiniert das Angebot mit Hebeln von bis zu 10x beziehungsweise 20x, je nach Produkt. Abgerechnet wird in USDC. Auch das ist kein Zufall. Die Börse hält damit Nutzer im eigenen Ökosystem, verbindet Stablecoin-Liquidität mit Derivatehandel und erweitert das Modell, das im Kryptobereich längst etabliert ist.

Für Coinbase ist der Schritt strategisch ziemlich klar. Das Unternehmen versucht, sein internationales Derivategeschäft breiter aufzustellen und sich nicht nur auf reine Krypto-Kontrakte zu stützen. Aktiennahe Perpetuals schließen dabei eine Lücke zwischen traditionellem Börsenhandel und dem rund um die Uhr aktiven Kryptomarkt.

Für nicht-amerikanische Nutzer entsteht damit ein neues Instrument, das weniger Besitz als vielmehr Preisexponierung verkauft. Das dürfte vor allem aktive Trader ansprechen, die kurzfristige Bewegungen handeln wollen, ohne US-Aktien direkt zu kaufen.