• Zero Network stellt den Betrieb ein und fordert Nutzer auf, Vermögenswerte bis Ende Juli aus dem Netzwerk zu bridgen.
  • Das Team will sich künftig stärker auf Zerions API und Wallet konzentrieren, statt eine eigene Blockchain weiterzuführen.

Zero Network wird abgewickelt. Das Ethereum-Layer-2-Projekt teilte mit, dass es seine eigenständige Blockchain herunterfährt und die Ressourcen künftig auf Zerions API- und Wallet-Produkte konzentriert.

Gasloses Rollup wird nicht weitergeführt

Zero Network ging ursprünglich im November 2024 live. Das Team beschrieb das Projekt als erstes EVM-kompatibles, vollständig gasloses Rollup.

Die Idee dahinter war verständlich: Nutzer sollten Blockchain-Anwendungen verwenden können, ohne ständig über Gasgebühren, Netzwerkwechsel oder technische Reibung nachdenken zu müssen.

Gerade für Mainstream-Nutzer bleibt das ein reales Problem. Viele Anwendungen scheitern nicht an der grundsätzlichen Technologie, sondern an der Bedienung. Wer erst ETH für Gas kaufen, eine Bridge nutzen und mehrere Wallet-Bestätigungen verstehen muss, verlässt den Prozess oft vorher.

Trotzdem kommt Zero nun zu dem Schluss, dass eine eigene Blockchain nicht der richtige Weg war. Die Vision bleibe gültig, erklärte das Team sinngemäß.

Aber der Betrieb eines Standalone-Netzwerks bindet Kapital, Entwicklerzeit, Sicherheitsaufwand und Liquiditätsarbeit.

Für ein Team, das bereits mit Wallet- und API-Produkten tägliche Nutzer erreicht, kann diese Rechnung irgendwann nicht mehr aufgehen.

Nutzer sollen Assets bis Ende Juli abziehen

Zero versicherte, dass die Vermögenswerte der Nutzer sicher seien. Gleichzeitig wurden Nutzer aufgefordert, NFTs, ETH und andere Token bis Ende Juli aus dem Zero Network herauszubrücken. Einzahlungen in das Netzwerk wurden bereits ausgesetzt.

Der Schritt reiht sich in eine breitere Entwicklung ein. Der Layer-2-Markt ist technisch lebendig, aber wirtschaftlich härter geworden. Neue Rollups müssen nicht nur funktionieren.

Sie brauchen Nutzer, Liquidität, Entwickler, Sicherheitspartner, Brückeninfrastruktur und ein klares Geschäftsmodell. Das ist viel. Zu viel für manche Projekte.