Goldman Sachs macht seinen rund 100 Milliarden US-Dollar schweren Treasury-Fonds FTIXX über das institutionelle Abwicklungsnetzwerk Lynq zugänglich. Lynq läuft auf einer privaten Avalanche-L1. Für Kryptofirmen entsteht damit eine weitere Möglichkeit, freie Mittel zwischen Handelsgeschäften anzulegen.

FTIXX wird über Lynq angeboten

Der Goldman Sachs Financial Square Treasury Instruments Fund ist der erste Fonds eines externen Anbieters auf Lynq. Die Transaktionen werden über den regulierten Broker-Dealer tZERO Securities abgewickelt. Laut tZERO richtet sich das Angebot an qualifizierte Teilnehmer in den USA.

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Auf dem Netzwerk sind nach Angaben von Lynq mehr als 30 institutionelle Digital-Asset-Unternehmen eingebunden, darunter B2C2, Wintermute, Galaxy, FalconX und Fireblocks. Gerade für Firmen, die zwischen Geschäften größere Geldbeträge bewegen, ist die Verzinsung vorübergehend ungenutzter Liquidität relevant.

Lynq-Chef Jerald David erklärte in einem Interview:

„Wir mussten nachweisen, dass es eine Nachfrage von Kundenseite gibt. Unsere Kunden suchten auf der Plattform nach einem Treasury-Produkt, dessen Renditeprofil sich möglicherweise von dem des bisher verfügbaren Produkts unterscheidet.“

Der Goldman-Sachs-Fonds selbst wird nicht tokenisiert

Die Avalanche-Anbindung bedeutet nicht, dass Goldman Sachs Fondsanteile im Wert von 100 Milliarden Dollar auf die Blockchain überträgt. FTIXX bleibt ein herkömmlicher Fonds. Lynq dient als zusätzlicher Zugangsweg für institutionelle Kryptofirmen, während die genannte Summe das Volumen des bestehenden Fonds beschreibt.

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Damit unterscheidet sich das Modell von eigens tokenisierten Fondsprodukten. Für Lynq ist FTIXX dennoch eine Erweiterung: Nach Angaben von David ist es erst das zweite Anlageprodukt auf der Plattform. Er sagte:

„Die Lynq-Plattform kann inzwischen mehrere Anlageprodukte unterstützen. Wir freuen uns sehr, dass FTIXX, der führende Treasury-Fonds von Goldman Sachs, nun als zweites Produkt für institutionelle Kunden verfügbar ist.“

Für die Aufnahme musste Lynq laut David seine Technik anpassen, die Nutzung auf US-Kunden beschränken und eine Anbindung an Mosaic herstellen. Interessenten benötigen zudem eine Geschäftsbeziehung zu tZERO Securities und müssen dessen Prüfungen zur Aufnahme und Zugangsberechtigung durchlaufen.

Die Nachricht zeigt, wie ein bestehendes Wall-Street-Produkt in die Arbeitsabläufe institutioneller Kryptofirmen eingebunden werden kann. Wie stark FTIXX über Lynq tatsächlich genutzt wird, lässt sich aus dem Gesamtvolumen des Goldman-Sachs-Fonds bislang nicht ableiten.

Zum Redaktionszeitpunkt zeigte der AVAX-Kurs keinen nennenswerten Ausschlag infolge der News. AVAX handelte bei 10,53 US-Dollar und liegt damit auf Tagessicht mit -0,6 Prozent leicht im Minus.