IOTA hat am 12. Oktober die Software-Version v1.34.0-beta für das Devnet veröffentlicht. Die Vorabversion führt Protokoll 38 ein und soll bestimmte fehlerhafte Transaktionen früher abweisen, bevor dafür Gebühren entstehen. Weitere Änderungen betreffen den Speicherbedarf und die Überwachung der Netzwerkknoten.
Diese Änderungen bringt IOTA-Protokoll 38
Die für IOTA-Nutzer interessanteste Neuerung betrifft Transaktionen, die unnötige Gebühren durch einen zusätzlichen Schritt erzeugt haben. Solch ein Schritt konnte beispielsweise auf eine Eingabe verweisen, die gar nicht vorhanden ist, oder auf ein Ergebnis zugreifen wollen, das erst im selben oder einem späteren Schritt entsteht.
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Bislang konnten solche fehlerhaft aufgebauten Transaktionen angenommen und zur Ausführung weitergeleitet werden. Erst dort scheiterten sie, während dem Absender dennoch Gas-Gebühren berechnet wurden. Protokoll 38 verlagert diese Prüfung nach vorn und weist die betreffenden Transaktionen bereits vor der Ausführung zurück.
Im zugehörigen Entwicklerbeitrag heißt es:
„Im Sinne einer frühzeitigen Fehlererkennung: Eine offensichtlich strukturell ungültige Transaktion nicht signieren.“
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit Momentaufnahmen des Netzwerkzustands. Solche sogenannten Snapshots halten den Zustand der Blockchain zu einem bestimmten Zeitpunkt fest.
Full Nodes, die diese Momentaufnahmen veröffentlichen, greifen künftig auf einen festgehaltenen Stand der laufenden Datenbank zu. Die bisher dafür genutzte separate Datenbankkopie entfällt. Damit kann das Erstellen und Hochladen der Momentaufnahme während der Verarbeitung des nächsten Netzwerkabschnitts weiterlaufen.
Beim ersten Start nach dem Upgrade entfernt die Software außerdem alte Verzeichnisse aus dem bisherigen Verfahren. Diese konnten weiterhin Speicherplatz belegen, weil sie Dateien festhielten, die die laufende Datenbank bereits ersetzt hatte. Die Bereinigung gibt den dadurch belegten Platz frei.
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Die Umstellung verändert auch den Umgang mit Fehlern. Eine fehlgeschlagene Momentaufnahme wird für den betreffenden Netzwerkabschnitt nicht erneut erstellt. Neue Warnwerte sollen Betreiber zudem auf solche Lücken aufmerksam machen.
Zusätzliche Messwerte zeigen, wie viele Verbindungen ein Netzwerkknoten annimmt, wie viele gleichzeitig offen sind und wie lange sie bestehen. Bei den verschlüsselten Verbindungen zu Validatoren wird außerdem erfasst, wie lange der Verbindungsaufbau dauert und ob er gelingt oder scheitert. Diese Daten geben Betreibern mehr Anhaltspunkte bei der Untersuchung von Verbindungsproblemen.
Der Beta-Veröffentlichung ging am 9. Oktober die Alpha-Version für das Alphanet voraus. Für das Devnet war die Aktivierung von Protokoll 38 frühestens am 12. Oktober um 13:27 Uhr deutscher Zeit möglich. Unsere Netzwerkabfrage am 13. Oktober um 11:44 Uhr zeigt jedoch, dass das Devnet in Epoche 224 weiterhin mit Protokoll 37 arbeitet. Die neue Version ist dort somit noch nicht aktiviert.
Im Mainnet wurde erst am 8. Oktober Protokoll 37 aktiviert. Ein Termin für die Aktivierung von Protokoll 38 im produktiven Netzwerk wird in den neuen Release Notes nicht genannt.












