IOTA hat Protokoll 37 im Mainnet aktiviert. Das am 7. Oktober veröffentlichte Software-Update v1.33.1 bringt strengere Sicherheitsprüfungen, behebt Fehler beim Betrieb von Netzwerkknoten und verändert die Datenabfragen von Anwendungen.

Unsere On-Chain-Abfrage bestätigt, dass das Netzwerk in Epoche 521 bereits mit Protokoll 37 arbeitet. Die Epoche begann am 8. Oktober um 09:42 Uhr deutscher Zeit. Die in den Release-Notes genannte frühestmögliche Aktivierung ist damit tatsächlich erfolgt.

IOTA fängt fehlerhafte Transaktionen früher ab

Die zentrale Änderung von Protokoll 37 betrifft Transaktionen, die auf unzulässige Versionen gespeicherter Blockchain-Daten verweisen. Solche Anfragen werden jetzt früher zurückgewiesen, bevor der Netzwerkknoten die betroffenen Daten laden muss. Die Entwickler beschreiben den Vorteil so:

„Hinzu kommt ein früherer und kostengünstigerer Weg, dieselbe Transaktion zu verwerfen. Die Transaktionsdaten reichen aus, um dies zu entscheiden […].“

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Diese Transaktionen wurden bereits zuvor abgewiesen, allerdings erst bei späteren Prüfungen. Das Update verkürzt also den Weg zur Ablehnung.

Weitere Änderungen betreffen programmierbare Konten. Sperrlisten erfassen nun auch Smart Contracts, über die solche Konten eine Transaktion freigeben, sowie deren Abhängigkeiten.

Weniger Abstürze und sicherere Verbindungen

Das Update behebt zudem einen Fehler, durch den Validatoren nach einem Neustart wiederholt abstürzen oder bei der weiteren Verarbeitung hängen bleiben konnten. Ursache war der Umgang mit nur teilweise gespeicherten Abschnitten der Transaktionshistorie.

Auch Transaktionen mit mehreren Signaturen und Passkey-Unterstützung konnten unter bestimmten Umständen fälschlich abgewiesen werden. Das geschah, wenn im selben Stapel ein ungültiger Bestätigungsnachweis mitgeprüft wurde. Dieser Fehler ist ebenfalls behoben.

Für den Zugriff auf Validatoren akzeptiert die neue Software nur noch verschlüsselte Verbindungen. Programme älter als Version 1.21 können deshalb nicht mehr auf diese Schnittstelle zugreifen.

Neue Grenzen für gleichzeitige Anfragen und Synchronisierungsdaten begrenzen außerdem den Speicherbedarf. Eine weitere Reparatur verhindert, dass manipulierte Angaben zur IP-Adresse die Begrenzung von Netzwerkanfragen umgehen. Auch Zugangslisten werden strenger geprüft: Lässt sich die IP-Adresse des Absenders nicht bestimmen, wird die Anfrage abgewiesen.

Was sich für IOTA-Anwendungen ändert

Für Anwendungen wird die Behandlung von Transaktionsfehlern genauer. Die Schnittstellen unterscheiden jetzt zwischen einer nachweislich ungültigen Transaktion und einer Ablehnung durch Validatoren. Die Entwickler erläutern:

„[…] eine zurückgewiesene Transaktion kann dennoch ausgeführt werden. Anwendungen dürfen die beiden Fälle nicht gleich behandeln.“

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Vorabtests von Transaktionen unterliegen außerdem denselben Größenlimits wie tatsächlich eingereichte Transaktionen. Zu große Anfragen werden dadurch auch beim Testen zurückgewiesen.

Bei historischen Datenabfragen können Anwendungen künftig mehrere Versionen desselben Blockchain-Objekts abrufen. Dafür ändert sich das Format der Verweise, mit denen sie durch die Ergebnisse navigieren. Bereits gespeicherte Verweise werden nach dem Upgrade ungültig.

Für Betreiber und Entwickler umfasst die Umstellung deshalb auch Anpassungen an bestehenden Anwendungen. Anwendungen, welche diese Abfragen nutzen, müssen neue Verweise erzeugen und Transaktionsfehler differenzierter behandeln, damit Nutzer keine Fehlermeldungen erhalten.

Für IOTA-Besitzer ändert sich damit nichts unmittelbar. Allerdings bringt das Update für sie einen zuverlässigeren Betrieb des Netzwerks. Fehlerhafte Transaktionen werden früher abgefangen, bekannte Ursachen für Ausfälle beseitigt und Verbindungen zu Validatoren besser abgesichert.