European Cruise Logistics (ECL), ein Unternehmen der Meeder Group, meldet im RESULD-Pilotprojekt 30 Prozent schnellere Importvoranmeldungen und 32 Prozent weniger manuelle Arbeit pro Produktposition.

Das Forschungsprojekt basiert auf IOTAs Handelsinfrastruktur TWIN. Die ECL arbeitet bereits an einem zweiten Piloten, der britischen Grenzbehörden frühzeitiger Daten liefern soll.

RESULD erkennt 47 Datenfehler vor der Einreichung

Der Pilot betrifft die Versorgung von Kreuzfahrtschiffen auf dem Handelskorridor zwischen den Niederlanden und Großbritannien, darunter frische Lebensmittel, Milchprodukte und Eier. ECL verglich seinen bisherigen manuellen Arbeitsablauf mit dem RESULD-gestützten Verfahren anhand aktueller und historischer Lieferungen.

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Im Mittelpunkt der jetzt veröffentlichten Ergebnisse steht die Voranmeldung im britischen Importsystem IPAFFS. Darüber müssen Importeure bestimmte tierische und pflanzliche Waren vor ihrer Ankunft bei den zuständigen Behörden anmelden.

ECL beschreibt die Verbesserung in seinem LinkedIn-Beitrag so:

„Wir haben einen zentralen Schritt genau untersucht: die Voranmeldung im IPAFFS-System. Pro Produktposition war RESULD 30 Prozent schneller und erforderte 32 Prozent weniger manuelle Arbeit, während zugleich mehr Prüfungen durchgeführt wurden als in unserem heutigen Verfahren.“

Die zusätzlichen Kontrollen erkennen laut ECL vor allem widersprüchliche Produktbeschreibungen und fehlerhafte Gewichtsangaben. ECL schreibt:

„Das automatisierte System von RESULD erkannte vor der Einreichung 47 tatsächliche Datenfehler, überwiegend nicht übereinstimmende Produktbeschreibungen oder falsche Gewichtsangaben. Das betrifft etwa drei von vier Produktpositionen. Ohne diese Prüfungen wären die Fehler unbemerkt direkt an den Zoll weitergegeben worden.“

Auch die Zahl der parallel genutzten Systeme sank laut ECL von fünf auf eines. Zuvor arbeitete das Team unter anderem mit Outlook, Softpak, Excel und verschiedenen Ordnern. Die Mitarbeiter bewerteten das Erkennen ansonsten übersehener Fehler mit sieben von sieben Punkten und die Verringerung des Compliance-Risikos mit sechs von sieben Punkten.

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Wie RESULD mit IOTA und TWIN verbunden ist

RESULD soll Lieferketten für Obst und Gemüse zwischen Kenia, den Niederlanden und Großbritannien digitalisieren. Das Konsortium wird von der Rotterdam School of Management und Docklab geführt. Bereits im März 2024 kündigte die auf IOTA aufbauende Trade and Logistics Information Pipeline (TLIP) ihre Beteiligung an.

RESULD führt TWIN als digitale Infrastruktur innerhalb des Konsortiums auf. TWIN nutzt die IOTA-Blockchain unter anderem für überprüfbare Identitäten, Nachweise zur Datenintegrität und die nachvollziehbare Aufzeichnung von Ereignissen.

Für die Versorgung von Kreuzfahrtschiffen ist die Dokumentenqualität besonders wichtig. Docklab verweist darauf, dass ein Schiff unabhängig davon ablegt, ob seine Versorgungslieferung bereits abgefertigt wurde. Verzögerungen können deshalb zu verpassten Lieferungen und zum Verderb von Waren führen.

Im bereits laufenden zweiten Pilotprojekt arbeitet RESULD mit der TWIN Foundation daran, phytosanitäre und veterinärrechtliche Daten früher an die Kontrollbehörden am britischen Grenzkontrollposten zu übermitteln. Die Behörden sollen sich bereits frühzeitig auf eine Sendung vorbereiten können, bevor sie eintrifft.