Intersect und die Cardano Foundation wollen die Vergabe von Treasury-Mitteln für 2027 reformieren. Ein neuer Vorschlag mit dem Titel „Cardano Ecosystem Budget Process (CEBP)“ soll Finanzierungsanträge vergleichbarer machen und Ausgaben an Jahreszielen ausrichten.

Beschlossen ist das Verfahren noch nicht. Nach dem Community-Feedback sollen DReps zunächst das Konzept und anschließend die Ausgestaltung bewerten.

Cardano Foundation unterstützt Budgetreform

Lally McClay stellte den Entwurf als Leiterin für Ökosystem und Community bei Intersect am 28. Oktober vor. Sie schrieb über ihren persönlichen DRep-Account im Forum:

„Wir laden DReps und die gesamte Community ein, einen vorgeschlagenen Cardano Ecosystem Budget Process (CEBP) für 2027 zu diskutieren. Intersect hat eng mit der Cardano Foundation, DReps, Anbietern, die Treasury-Mittel erhalten haben, und weiteren Ökosystemteilnehmern zusammengearbeitet, um diesen vorgeschlagenen Ansatz zu entwickeln und dabei Erkenntnisse aus den vergangenen beiden Budgetzyklen einzubeziehen.“

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Grund für den Vorschlag sind Schwierigkeiten der Haushaltsrunden 2025 und 2026. Laut Entwurf erschwerten zahlreiche komplexe, schlecht vergleichbare Anträge die Prüfung. Hinzu kamen doppelte Ausgaben, fehlende fachliche Bewertungen und Zeitdruck.

Künftig soll das Net Change Limit (NCL), der Rahmen für Treasury-Entnahmen, auf sieben Bereiche verteilt werden. Intersect ist als Koordinator für Kernentwicklung und Wartung, angewandte Forschung sowie Governance vorgesehen. PRAGMA soll die Entwicklerunterstützung begleiten. Die Cardano Foundation würde Marketing, Analysen und Veranstaltungen sowie Adoption und Ökosystemwachstum koordinieren.

Diese „Stewards“ sollen Strategien, Dollar-Budgetobergrenzen und Prüfverfahren entwickeln sowie die Umsetzung begleiten. „Open Contributions“ bleibt als siebter Bereich ohne Steward für direkte Anträge an DReps offen. Die Foundation unterstützt den Ansatz ausdrücklich:

„Wir unterstützen den neuen Cardano Ecosystem Budget Process (CEBP) uneingeschränkt. Wir freuen uns darauf, mit Intersect und allen anderen Ökosystemteilnehmern Cardano 2030 in klare Jahresziele zu übersetzen, damit DReps jeden Vorschlag anhand eines bereits von ihnen genehmigten Plans beurteilen können.“

Interessenkonflikte und ADA-Kursrisiken bleiben offen

Die finale Entscheidung über die Ausgaben soll bei den DReps bleiben. Der CEBP wäre technisch nicht on-chain durchsetzbar. Stewards dürfen zudem auch selbst Mittel aus ihrem Bereich erhalten, sofern dies transparent offengelegt wird.

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Genau dort setzt aber die Kritik von einigen DReps an. Jonah Koch bezweifelt, dass sich Koordination und eigener wirtschaftlicher Nutzen ausreichend trennen lassen:

„Der negative Einfluss des Drehtüreffekts zwischen Politik und Privatwirtschaft ist nachweislich problematisch. Das muss sorgfältig geprüft werden, und ich habe nicht den Eindruck, dass dieser Vorschlag dem ausreichend Rechnung trägt.“

DRep SIPO begrüßt die bessere Vergleichbarkeit, verweist aber auf eine finanzielle Lücke:

„Die Obergrenzen der Bereiche werden in US-Dollar festgelegt, aber das NCL und jede Entnahme lauten auf ADA. Der Text sagt bislang nicht, was geschieht, wenn sich der ADA-Kurs verändert.“

Intersect peilt den 10. November 2026 für die Einreichung einer ersten Info Action zum Konzept an und strebt mindestens 51 Prozent DRep-Unterstützung an.