IOTA konnte im Oktober 2026 mehrere technische Updates umsetzen und Fortschritte bei seinen Handels- und Blockchain-Anwendungen erzielen. Im Mittelpunkt standen das TWIN-Netzwerk, zwei Protokoll-Upgrades und die wachsende Aktivität rund um den Stablecoin USDT0.
IOTA aktiviert Protokoll 38 und bereitet neue Validator-Regeln vor
Am 8. Oktober aktivierte IOTA Protokollversion 37 im Mainnet. Das Upgrade verbessert die Prüfung fehlerhafter Transaktionen, behebt Probleme beim Betrieb von Validatoren und verschärft die Anforderungen an Netzwerkverbindungen.
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Unter anderem werden fehlerhafte Transaktionen nun früher erkannt, bevor unnötige Rechenleistung beansprucht wird. Zudem wurde ein Fehler behoben, der unter bestimmten Bedingungen nach einem Neustart zum Absturz von Validatoren führen konnte.
Bereits am 22. Oktober folgte Protokoll 38. Seitdem werden bestimmte ungültige Transaktionen früher zurückgewiesen, wodurch unnötige Gas-Gebühren vermieden werden. Zudem verhindert das Update die Erstellung unveränderlicher Konten, auf deren Guthaben später niemand mehr zugreifen könnte.
Darüber hinaus berichtete die IOTA Foundation im Oktober über das bereits im September aktivierte Starfish-Speed-Upgrade. Dieses ermöglicht unter geeigneten Netzwerkbedingungen schnellere Transaktionsbestätigungen. Die Synchronisierung neuer Nodes wurde laut Foundation um den Faktor 2,6 beschleunigt.
Auch bei den Entwicklerwerkzeugen gab es Fortschritte. Die Rust-SDK-Entwicklung erreichte eine erste Beta-Version, während neue Funktionen für die Programmiersprache Move den Zugriff auf Blockchain-Daten vereinfachen sollen.
Für Diskussionen sorgten zudem geplante Änderungen bei den Validatoren. Mit Protokoll 39 soll die Mindestanforderung für neue Validatoren von zwei auf sechs Millionen IOTA steigen. Bestehende Validatoren müssten künftig mindestens 5,5 Millionen IOTA halten, um ohne Schonfrist im aktiven Netzwerk zu bleiben.
Zusätzlich wird an einem Mechanismus zur Kürzung von Validator-Belohnungen bei fehlerhaften Bestätigungen gearbeitet. In schweren Fällen könnte die gesamte Belohnung einer Abrechnungsperiode entfallen. Beide Änderungen waren Ende Oktober noch nicht im Mainnet aktiv.
H&M testet TWIN, REAL Markets expandiert auf sechs Märkte
Auch außerhalb der Protokollentwicklung gab es weitere Fortschritte. Der Virtual Watch Tower (VWT) feierte am 8. Oktober seinen offiziellen Start. Das auf IOTA-Technologie basierende TWIN-Netzwerk wird dabei unter anderem von H&M getestet, um Lieferungen aus Bangladesch nach Schweden digital nachzuverfolgen.
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Im Mittelpunkt steht eine gemeinsame Datenbasis, die Unternehmen einen besseren Überblick über ihre Lieferketten ermöglichen soll. Der Pilot läuft zunächst parallel zu bestehenden Prozessen. So lässt sich prüfen, ob Sendungsinformationen früher bereitstehen und mögliche Probleme schneller erkannt werden.
VWT-Generalsekretär Mikael Lind erklärte dazu:
„Unsere nächste Aufgabe ist es nun, VWT im operativen Alltag nutzbar zu machen und die Anwendung weltweit auszuweiten.“
Auch European Cruise Logistics setzt bei der Digitalisierung seiner Handelsprozesse auf TWIN. Innerhalb des Pilotprojektes RESULD konnten Importvoranmeldungen um 30 Prozent beschleunigt und manuelle Arbeitsschritte um 32 Prozent reduziert werden.
Das System erkannte außerdem 47 Datenfehler bereits vor der Einreichung bei den Zollbehörden. Dazu gehörten widersprüchliche Produktbeschreibungen und falsche Gewichtsangaben. Die Zahl der benötigten Anwendungen sank im untersuchten Arbeitsablauf von fünf auf eine.
In Japan gewann IOTA ebenfalls an praktischer Nutzung. Der Mathematikverband SUKEN verwendet TuringCerts für digital überprüfbare Prüfungszertifikate. Für September bis Dezember werden mehr als 103.600 Prüfungsanmeldungen erwartet.
Am 28. Oktober registrierte TuringCerts zudem 4.096 Transaktionen auf dem IOTA-Mainnet. Rund 94 Prozent davon wurden innerhalb von knapp 15 Minuten verarbeitet. Die gesamten Netto-Netzwerkgebühren beliefen sich auf lediglich 20,72 IOTA.
Im DeFi-Bereich sorgte die Handelsplattform REAL Markets für weiteres Wachstum. Bis zum 30. Oktober wuchs die Zahl der verfügbaren Perpetual-Märkte von drei auf sechs. Neben Bitcoin, Ethereum und Solana können inzwischen auch Derivate auf XRP, HYPE und Tether Gold gehandelt werden.
Gleichzeitig stieg der USDT0-Bestand im Börsentresor auf rund 611.225 Token. Das entspricht einem Anstieg um knapp 144 Prozent gegenüber dem 17. Oktober. Insgesamt wurden 221 registrierte Konten erfasst.
Eine weitere Neuerung im Oktober war der Start von IOTA Storage. Das unabhängige Projekt ermöglicht die Speicherung von Dateien, Bildern und Websites über eine dezentrale Speicherinfrastruktur auf Basis von IOTA Rebased.
Technisch orientiert sich die Lösung am Walrus-Protokoll aus dem Sui-Ökosystem. Die Dateien werden auf externen Speicherknoten abgelegt, während Zahlungen und Eigentumsrechte über die IOTA-Blockchain verwaltet werden.
Ein zusätzlicher Token ist nicht vorgesehen, da Speichergebühren und Staking ausschließlich über IOTA abgewickelt werden. Der Dienst befindet sich derzeit im Testnet und umfasst vier Speicherknoten.
Bis zum 22. Oktober wurden bereits 1.327 projektbezogene Transaktionen registriert. Ein Sicherheitsaudit und der Mainnet-Start stehen noch aus. Eine direkte Verbindung zur IOTA Foundation besteht nicht.
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Allerdings bleibt die Handelsaktivität stark konzentriert. Rund 96 Prozent des auf IOTA ausgegebenen USDT0-Bestands liegen bei REAL Markets. Der Zugang zur Plattform ist zudem weiterhin beschränkt. Ein Termin für die vollständige öffentliche Freigabe wurde bislang nicht bekannt gegeben.












