Der Virtual Watch Tower (VWT) hat am 8. Oktober beim RISE Mobility Forum 2026 in Göteborg seinen offiziellen Start vermeldet. Das berichtet VWT-Generalsekretär Mikael Lind auf LinkedIn am 14.10.2026.

Die Initiative soll nun aus der Forschung in die operative Nutzung übergehen. Ihr Datennetz VWTnet baut auf der IOTA-basierten Infrastruktur TWIN auf. Der Launch folgt auf den Start eines H&M-Piloten in Schweden.

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Die Vorstellung fand im World of Volvo statt. Neben Lind standen Mårten Sondell von der H&M Group und Cord Henning Schleyerbach, Vorsitzender des VWT-Lenkungsausschusses, auf der Bühne. Auch Per Thöresson von Global Business Gate Gothenburg und Mitglieder der VWT-Gemeinschaft begleiteten den Start.

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Laut Lind ist VWT eine von Verladerunternehmen getriebene Initiative. Sie soll Informationen zu Warenlieferungen über Unternehmensgrenzen hinweg verbinden und den Beteiligten eine gemeinsame Sicht auf ihre Lieferketten ermöglichen. In seinem LinkedIn-Beitrag vom 13. Oktober schreibt er:

„Virtual Watch Tower (VWT) ist an den Start gegangen. Am 8. Oktober haben wir diesen Start auf dem RISE Mobility Forum 2026 in der World of Volvo in Göteborg gefeiert. VWT vollzieht den Übergang von der Forschungsphase in den operativen Einsatz – unter der Führung von Verladerunternehmen.“

Als nächste Aufgabe nennt Lind die Verankerung im Betrieb und die weltweite Ausweitung der Nutzung. Dafür sucht die Initiative weitere Verlader, Transportunternehmen und Technologieanbieter. Lind erklärte via LinkedIn:

„Die Plattform vernetzt organisationsübergreifend Sendungsdaten und ermöglicht den Beteiligten so einen gemeinsamen Blick auf ihre Lieferketten, während sie gleichzeitig die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten behalten. […] Unsere nächste Aufgabe ist es nun, VWT im operativen Alltag nutzbar zu machen und die Anwendung weltweit auszuweiten. Wir laden Verlader, Transportunternehmen und Technologieanbieter ein, sich an diesem Vorhaben zu beteiligen.“

Was der H&M-Pilot bereits erprobt

Wie Kryptorevolution bereits Anfang Oktober über den H&M-Piloten mit TWIN und IOTA berichtete, erprobte H&M Trade & Customs in Schweden die Lösung bereits vor dem offiziellen Launch mit realen Lieferungen aus Bangladesch an schwedische Distributionszentren.

Die Infrastruktur läuft parallel zu den bisherigen Arbeitsabläufen. Der Vergleich soll zeigen, welche Vorteile der Virtual Watch Tower bringt.

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Die Aufgaben sind dabei verteilt. VWTnet stellt mit dem IOTA-basierten TWIN die gemeinsame Datenbasis bereit. Adnavem liefert zunächst die operative Benutzeroberfläche. Transporeon, Dania Connect und STREVIO ergänzen Transportinformationen, Beobachtungen aus dem Betrieb und Analysen. RISE begleitet die systematische Erfassung und Auswertung der Ergebnisse.

Nach Linds Pilotankündigung soll das System schrittweise wachsen. Wenn sich bei H&Ms eingehenden Lieferungen zusätzliche Anforderungen zeigen, können weitere Datenquellen und Dienstleister eingebunden werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen auch anderen Verladern zugutekommen.

Auch im Führungsgremium gibt es eine Verbindung zu IOTA, wie wir berichteten. Dem VWT-Lenkungsausschuss gehören sowohl H&M-Vertreter Sondell als auch die IOTA-Foundation-Führungskraft Jens Munch Lund-Nielsen an.

Wichtig zu unterscheiden ist: Der offizielle Start von VWT belegt weder einen konzernweiten Rollout bei H&M noch den erfolgreichen Abschluss des Piloten. Dennoch markiert die Nachricht einen wichtigen Schritt zu einer breiteren Adoption, auch von IOTA.