Die Cardano Foundation hat zwei neue Blockchain-Anwendungen aus ihrer Forschungskooperation mit Petrobras und PUC-Rio angekündigt. Parallel dazu gibt es Neuigkeiten von Open Food Chain, deren Zusammenarbeit mit einem der größten Lebensmittelkonzerne der Welt, Kraft Heinz, bereits aus Project Catalyst bekannt ist.

Kraft Heinz setzt auf Cardano

Bereits der Antrag „Kraft Heinz: Scaling Enterprise Food Traceability on Cardano“ in Catalyst Fund15 beschrieb die geplante Integration von Tomatenlieferanten des Lebensmittelkonzerns in eine auf Cardano gestützte Rückverfolgbarkeitsplattform. Dafür wurden 750.000 ADA beantragt. Laut Antrag war Kraft Heinz zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Jahren im Produktbeirat von Open Food Chain vertreten.

Tipp der Redaktion: Elite-Universität setzt auf Cardano: Das steckt hinter dem UCLA-Deal

Auch digitale Produktpässe für überprüfbare Nachhaltigkeitsaussagen hatte die Cardano Foundation schon zuvor vorgestellt. In ihrem am 8. September veröffentlichten Tätigkeitsbericht für August beschrieb sie, wie Open Food Chain Nachweise zu Lebensmittelprodukten für Händler und Verbraucher zugänglich macht und deren Integrität über Cardano absichert.

In der aktuellen X-Mitteilung hebt die Foundation nun den praktischen Nutzen dieser Infrastruktur hervor: Lebensmittelunternehmen erfassen aufgrund gesetzlicher Vorgaben bereits Compliance-Daten zu ihren Lieferketten. Open Food Chain verankert diese Informationen auf Cardano und macht sie über einen QR-Code zugänglich.

Verbraucher sollen dadurch alles bis zum landwirtschaftlichen Betrieb zurückverfolgen können. Die Foundation schreibt:

„Lebensmittelmarken erfassen bereits aufgrund gesetzlicher Vorgaben Compliance-Daten zu ihren Lieferketten. Open Food Chain verankert diese Daten auf Cardano und macht sie über einen QR-Code zugänglich, sodass Käufer eine Aussage wie ‚entwaldungsfrei‘ bis zum landwirtschaftlichen Betrieb zurückverfolgen können. Kraft Heinz und Interfood sind dabei.“

Damit bestätigt die Cardano Foundation den Food-Giganten Kraft Heinz mit einem Nettoumsatz von rund 24,94 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 als Anwender von Cardano. Zudem kündigte die Foundation die Aufnahme von Open Food Chain in das Cardano Accelerator Program an.

Die Foundation veröffentlichte die Auswahl am 21. September. Das Programm konzentriert sich auf Geschäftsentwicklung, Vermarktung und Kontakte zu Unternehmen und Investoren. Für teilnehmende Teams sieht das Programm einen Beitrag von jeweils 10.000 Schweizer Franken zur Umsetzung definierter Adoptionsziele vor.

Zwei neue Blockchain-Anwendungen mit Petrobras

Parallel kündigte die Cardano Foundation zwei neue Initiativen mit dem brasilianischen Energiekonzern Petrobras an. Sie gehen aus einer laufenden Forschungs- und Entwicklungskooperation hervor, an der auch die renommierte Universität PUC-Rio beteiligt ist.

Lesetipp: Hoskinson: Cardano’s Midnight wird deutlich größer als Zcash – Prognose

Die Teams haben zwei Blockchain-Anwendungen bereitgestellt. Eine konzentriert sich auf nachhaltigen Flugkraftstoff, die andere auf Diesel R, die Kraftstoffmarke von Petrobras. Die Foundation erklärte:

„Heute kündigen wir zwei neue Initiativen mit Petrobras an. Im Rahmen einer laufenden Forschungs- und Entwicklungskooperation mit Petrobras und PUC-Rio haben die Teams zwei Blockchain-Anwendungen bereitgestellt, die sich auf nachhaltigen Flugkraftstoff und Diesel R, die Petrobras-Marke für erneuerbaren Kraftstoff, konzentrieren. Diese Arbeit erweitert das wachsende Portfolio der Cardano Foundation an Blockchain-Anwendungen für die Praxis in Brasilien.“

Die Mitteilung lässt allerdings offen, in welchem Umfang die Anwendungen bereits in laufende Produktions- oder Lieferprozesse eingebunden sind. Auch technische Einzelheiten enthält die Ankündigung nicht.