- Balancer Labs soll abgewickelt werden, nachdem der Exploit vom 3. November 2025 laut Gründer Fernando Martinelli weiter rechtliche Risiken nach sich zieht.
- Das Balancer-Protokoll selbst soll weiterlaufen und sich über DAO, Foundation und Dienstleister in ein schlankeres Modell umbauen.
Balancer zieht einen harten Schnitt. Nicht beim Protokoll selbst, aber bei der Firma, die lange als ursprüngliches Zuhause des Projekts galt.
Der Exploit hängt weiter über Balancer Labs
Fernando Martinelli, Mitgründer des Protokolls, kündigte an, Balancer Labs abzuwickeln. In seinem Beitrag an die Community schreibt er, der v2-Exploit vom 3. November 2025 habe „reale und fortlaufende“ rechtliche Risiken geschaffen.
Eine Gesellschaft weiterzuführen, die diese Altlasten trage, während das Protokoll unbelastet vorankommen müsse, sei keine verantwortliche Form der Steuerung mehr.
Martinelli geht noch einen Schritt weiter. Balancer Labs sei für die Zukunft des Protokolls inzwischen eher eine Belastung als ein Vorteil und zudem ohne eigene Einnahmequellen nicht tragfähig.
Das ist bemerkenswert offen formuliert, gerade in einem Sektor, in dem Probleme oft lieber weich verpackt werden.
Das Protokoll soll ohne klassische Firmenhülle weiterarbeiten
Ganz eingestellt werden soll Balancer damit aber nicht. Martinelli verweist darauf, dass das Protokoll heute ohnehin über die DAO, die Foundation und ein Service-Provider-Modell funktioniere. Genau diese Struktur soll nun den Weg nach vorn tragen.
Parallel dazu ist von einem schlankeren wirtschaftlichen Umbau die Rede, inklusive niedrigerer Kosten, veränderter Gebührenlogik und einer engeren operativen Aufstellung.
Nach Martinellis Darstellung generiert das Protokoll weiterhin echte Umsätze. Das Problem liege weniger in der Technik als im ökonomischen Modell, das sich um Balancer herum entwickelt habe.
Damit verschiebt sich die Debatte. Weg von der Frage, ob Balancer technologisch noch funktioniert, hin zu der deutlich unangenehmeren Frage, ob DeFi-Protokolle nach Sicherheitsvorfällen und schwacher Tokenökonomie überhaupt noch eine tragfähige Unternehmenshülle brauchen.






