- Kraken plant den Start regulierter Perpetual Futures für US-Kunden über die CFTC-regulierte Bitnomial Exchange.
- Die Ankündigung folgt auf die geplante Übernahme von Bitnomial durch Krakens Muttergesellschaft Payward.
Kraken will Perpetual Futures für US-Kunden stärker in den regulierten Markt bringen. Die Kryptobörse teilte mit, dass entsprechende Kontrakte nach Genehmigung auf der Bitnomial Exchange gelistet werden sollen, einer von der CFTC regulierten Handelsplattform.
Bitnomial wurde kürzlich von Krakens Muttergesellschaft Payward übernommen. Die Transaktion, die im April angekündigt wurde, kann einen Wert von bis zu 550 Millionen Dollar erreichen und soll Kraken Pro-Kunden künftig Zugang zu Bitnomials Perpetual-Futures-Angebot verschaffen.
Kraken will Perps in die USA zurückholen
Perpetual Futures gehören weltweit zu den wichtigsten Produkten im Kryptohandel. Sie erlauben Tradern, mit Hebel auf Preisbewegungen zu setzen, ohne ein klassisches Ablaufdatum wie bei traditionellen Futures. In den USA war dieses Segment jedoch lange schwer zugänglich, weil viele große Perp-Märkte über Offshore-Plattformen laufen.
Kraken stellt den Schritt deshalb als Versuch dar, diese Aktivität in einen regulierten Rahmen zu bringen. In der Ankündigung hieß es sinngemäß, die Pläne sollten den Weg dafür öffnen, Perpetual-Handel über einen CFTC-regulierten Handelsplatz in die USA zu verlagern.
Das ist auch strategisch wichtig. Coinbase, Crypto.com und andere Anbieter bewegen sich ebenfalls schneller in Richtung regulierter Derivateprodukte. Wer US-Kunden Perps anbieten kann, ohne regulatorisch im Graubereich zu stehen, gewinnt Zugang zu einem großen Markt, der bisher nur teilweise bedient wurde.
Filing-Frage bleibt vorerst offen
Ganz abgeschlossen ist der Prozess allerdings nicht. Kraken erklärte, dass am Freitag eine Einreichung erfolgt sei. Bis Sonntagmorgen ließ sich jedoch in den jüngsten CFTC-Unterlagen von Bitnomial kein spezifisches Filing für einen Bitcoin-Perpetual-Kontrakt finden.
Das muss nicht zwingend ein Widerspruch sein. Regulatorische Einreichungen können zeitversetzt sichtbar werden oder zunächst andere Produkt- und Strukturfragen betreffen. Für den Markt bleibt aber wichtig, welche konkreten Kontrakte tatsächlich beantragt werden und wann die CFTC grünes Licht gibt.
Kraken schrieb am Samstag in einem Social-Media-Beitrag, US-Kunden könnten bald Perpetual Futures auf Kraken Pro handeln. Für die Börse wäre das ein klarer Ausbau des professionellen US-Angebots. Für die CFTC wäre es zugleich ein weiterer Test, wie sich krypto-native Derivate in bestehende Marktaufsicht einpassen lassen.








