- RedotPay erwägt laut Bloomberg einen Börsengang in den USA und will dabei mehr als 1 Milliarde US-Dollar einsammeln.
- Für die Transaktion werden JPMorgan, Goldman Sachs und Jefferies als Berater genannt, der Zielwert liege demnach bei über 4 Milliarden US-Dollar.
RedotPay, ein Stablecoin-Zahlungsanbieter aus Hongkong, schiebt sich in die IPO-Spur. Nach einem Bloomberg-Bericht prüft das Unternehmen einen Börsengang in den USA und peilt dabei einen Emissionserlös von über 1 Milliarde US-Dollar an.
New York als Bühne, 4-Milliarden-Bewertung als Zielmarke
Die Überlegungen laufen demnach auf eine Notierung in New York später im Jahr hinaus. Im Raum steht eine Bewertung von mehr als 4 Milliarden US-Dollar. Als beratende Banken werden JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Jefferies genannt. Das ist eine Beraterliste, die eher nach „groß“ klingt als nach Testballon, auch wenn bei IPOs bekanntlich viel bis zur Preisfestsetzung verhandelbar bleibt.
RedotPay sitzt in einem Segment, das regulatorisch und operativ gleichzeitig anspruchsvoll ist. Stablecoin-Payments sind kein reines Krypto-Thema mehr, sondern berühren Zahlungsverkehr, Compliance, Partnerbanken und die Frage, wie Reserven, Abwicklung und Nutzerzugang organisiert sind. Wer damit an die Börse will, verkauft nicht nur Wachstum, sondern auch Prozessfähigkeit.
Krypto-Firmen rücken Richtung Kapitalmarkt
Der mögliche IPO passt in eine breitere Bewegung, in der Krypto-Unternehmen wieder stärker den klassischen Kapitalmarkt ansteuern. Die These dahinter ist simpel: Öffentliche Märkte liefern Dauerfinanzierung, Reputation und im besten Fall eine stabilere Basis als reine Token-Emissionen oder private Runden.
Bloomberg verweist in diesem Kontext auch auf Robinhood, das zuletzt ebenfalls einen Plan mit einer Größenordnung von 1 Milliarde US-Dollar kommuniziert habe. Unabhängig davon zeigt die Häufung: Das Narrativ „Krypto geht an die Börse“ ist zurück, aber diesmal weniger als Hype, eher als Strukturfrage.






